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Verhandlungen des Ersten Internationalen Mathematiker-Kongresses : in Zürich von 9. bis 11. August 1897 / hrsg. von Ferdinand Rudio
Entstehung
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Nach einer kurzen Pause folgte der Vortrag von Prof. Hurwitz:Entwickelung der allgemeinen Theorie der analytischen Funktionenin neuerer Zeit. Damit schlofs die erste Hauptversammlung.

Um 1 Uhr versammelten sich die Mathematiker mit ihren Damen,die übrigens auch den Verhandlungen der Hauptversammlung sehrzahlreich beigewohnt hatten, zum Bankett im Pavillon der Tonhalle.

Den Reigen der Toaste eröffnete Prof. Franel mit einem Hochauf die Schweiz . Herr Regierungsrat Ernst begrüfste die Gäste imNamen der zürcherischen Behörden. Mit besonderer Sympathie] wurdeeine Rede Brioschis aufgenommen, der zunächst den Zürchern seinenDank aussprach und sodann die Aufmerksamkeit der Anwesenden aufdie ehrwürdige Erscheinung Hermites lenkte, der leider dem Kon-gresse nicht persönlich beiwohnen konnte. Mit Begeisterung stimmtedie Versammlung in das Hoch auf den grofsen Mathematiker ein undbeschlofs sodann auf Antrag von Herrn Mittag-Leffler , das folgendeSympathietelegramm an Herrn Hermite zu richten:

Monsieur Hermitechez Madame Legrand

à Noisseville, Lorraine.

Les membres du I er congrès international des mathématiciensprient lillustre doyen des maîtres de lanalyse de notre époque, dagréerlhommage de leur admiration et de leur profond respect.

Geiser.

Mittlerweile war es 4 Uhr geworden und Zeit zur Dampfschiff-fahrt. Unter den Klängen der Musik, die auch bei der Tafel auf-gespielt hatte, wurde die Gesellschaft auf dem Salondampfer Helvetia in etwas mehr als einstündiger Fahrt nach dem am entgegengesetztenEnde des Zürcher Sees gelegenen Rapperswyl geführt, wo sie sichin zwanglose Gruppen auflöste. Der Himmel, der anfangs etwas