Band 
Erster Theil.
Seite
174
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174 Vorbereitung, Beschickung und Eröffnung der Ausstellung.

Was nun das Arrangement der untern Räume betrifft, so waren für dieBritischen Mineralien zwei große Räume, welche die Breite der Westseite einnahmen,und die anstoßenden Umgebungen des Gebäudes bestimmt.

Die Bergbauerzeugniffe, Kohlen, Eisen, Kupfer, Zink, Zinn , Arsenik, Kobalt,Graphit, Blei u. st w.,. mit den zugehörigen Hüttenprozessen, Steine und andereMineralien waren systematisch unter Leitung sachkundiger Gelehrten aufgestellt. Diesesehr übersichtliche Aufstellung kam den von Professor Anstedt und Andern über dieseGegenstände im Gebäude veranstalteten lehrreichen Vortrügen sehr zu Hülse.

Eine stattliche Sammlung von Pelzwerk, von der Hudsons-Kompagnie eingesendet,bildete eine der sogenannten Trophäen des Mittelganges, und waren dort auch zahl-reiche andere Pelze als Seitenschmnck, in der Mitte aber die kanadische Holztrophäeaufgestellt.

Die Maschinen nähme» im nordwestlichen Theile des Gebäudes mehr als ^der ganzen Abtheilung ein. Neben den zum unmittelbaren Gebrauch dienenden, meistwährend der ganzen Besuchszeit in Bewegung befindlichen Dampfmaschinen undWasserwerken, Maschinen znm Hebe», Pumpen, Wägen, Messen, war ein ansehnlicherRaum mit Schienenwegen, Drehscheiben, Schlüsseln und Kreuzungen durchschnitten,worauf ganze Eisenbahnzüge mit Dampfwagen, Tendern, Personen und Güterwagen-in dem Rebensaal in drei langen Zügen die zahlreichen Staatswagen, Berlinen,Phaetons, Gigs, Broughams, Droschken, Omnibus, Leichenwagen, Kohlenkarren undDresinen.

Noch zweckmäßiger und unter manchen Gesichtspunkten am werthvollsten aufder Ausstellung, war das Arrangement der Spinn- und Webe-, Druck-, Holz-,metallurgischen und andern Arbeitsmaschinen.

Die Modelle baulicher, nautischer und sortifikatorischer Konstruktionen, die zuge-hörigen Baustoffproben, Tauchcrapparate, Chronometer, Seekarten, Leuchtthürme,Anker, Ketten, Taue, erstreckten sich außer den umliegenden Räumen auch außerhalb desGebäudes auf Schiffe und Schiffahrtsvorrichtungen im Serpentine und auf dasModell für Arbeiterhäuser jenseits der Kensingtonstraße.

Auf der andern Seite des Gebäudes füllte die stattliche Sammlung der land-wirthschastlichen Geräthe das südliche Seitenschiff.

Unter den Mannfakturwaaren bildeten die Kattune, mit einem Manchester-panorama, Möbelzeuge, Baumwollshawls, Musseline, Gazen, eine sehr gefüllte, aber,wie es schien, für die Masse des Volks weniger anziehende Gruppe: daneben lagenebenfalls im Untergeschoß die Leinen und Damaste von Irland wohlverwahrt, ineleganten Enveloppen und Glaskasten. In den daneben befindlichen Tuch- undWollwaaren-Magazinen von Stroud, Leeds , Huddersfield, Bradford erhoben sich diemit ganzen Stücken dekorirten Pfeiler bis hinauf in das Galleriegeschoß, und ge-währten, mit Schottischen Stoffen aus Glasgow gemischt, einen freundlichen Anblick:einige Hochländer mit Tartan, Plaid, Distelkappe, Gilt und Schnürstiefeln alsStaffage trugen dazu bei, daß die Schaulustigen sich hier zahlreicher sammelten.Auch auf den Gallerten fanden sich verschiedene Logen mit Wolltüchern und andernWollstoffen.

Von den Metallwaaren schmückten die Birminghamer und Sheffielder Eisen-und Stahlwaaren zwei große Säle des südlichen Seitenschiffs: Oefen, Guß- undandere Eisenwaaren garnirten die Gänge. Eine Mefferpyramide von Rodgers undSohn, so wie eine Seidentrophäe von Keith u. Comp. schmückten den Hanptgang,welche indessen von dem Reichthum der Indischen Ausstellung, namentlich dem imöstlichen Mittelschiff in einem besondern gruftartigen, mit Gaslampen erhellten Raumeaufgestellten liob i Noor an Werth weit übertreffen wurden.

Die ebenfalls sehr zahlreich vertretene Möbelklasse, Bade - Vorrichtungen,Sophas, Ottomanen, Causensen, Sessel, worunter auch umstechende, Stühle, Tische,