178 Vorbereitung, Beschickung und Eröffnung der Ausstellung.
selben landwirthschaftliche und Haudwerkszeuge, Chaisen, Dampfmaschine, Brncken-modell, Pianoforte's , Lackirwaaren, Landkarten.
Der Skutptursaal in dem südlichen Seitenschiff, mit seiner großen Zahl vonOrigiualwerken i» Marmor und Gyps, war von dem Bildhauer Monti aus Mailand von dem Gedränge der übrigen Ausstellung durch eine dunkelrothe Einfassungwürdevoll gesondert und einem gemilderten Lichte geöffnet.
Auch fand die in Form eines hohen Zeltes mit lang herabhangende» Stücke»geordnete Aushängung der Wollwaaren und Möbelstoffe, und die in den obernRäumen arrangirten, mit Spiegelscheiben vor Staub und Nässe gesicherten Seiden-und Shawllogen volle Anerkennung.
Ueber dem Ganzen wehten die Kaiserlichen schwarzgelben Fahnen.
Die Erzeugnisse des nicht Oesterrcichischen Italiens, Roms, Sardiniens und Tos-kana's waren in einem Saal auf der Nordseite und der darüber befindlichen Gallerievereinigt: Seiden und Sammle aus Turin, Florenz und Genua , Sardinische Tuche,Savoyische Bergbauerzeugniffe, Knieholz aus den Toskanischen Maremmen, Eisenerzevon der Insel Elba , Strohwaaren aus dem Arnothal, herrliche Mosaiken, auchArbeiten aus Marmor, Gyps, Schränke und Rahmen in geschnittenem Holze, Möbelund eine mechanische Orgel waren unten, Genueser Filigran- und Korällenarbeiten,und verwandte Metallwaaren auf den Gallerien; Griechenlands Marmor, Hölzer,Rohseiden, Korb- und Marmorarbeiteu, Holzschnitzereien und Seidenwaaren mit einemPalikaren in reichem Nationalkostüm auf der Nordseite zwischen Spanien und derTürkei ausgestellt.
Zu IV. Die Französische Aufstellung war in manchen Beziehungen am glän-zendsten: sowohl die Regierung, als die einzelnen Industriellen und Fabrikstädte hattenansehnliche Geldmittel zur Verfügung gestellt, welche mit Geschmack und Harmonieverwendet waren.
Den Glanzpunkt bildete der in dem nördlichsten Seitenschiff, abseits von demLärm und Gedränge der Hanptgänge belegene „Sevressaal" und der vor demselbenbefindliche Korridor, in welchem die Erzeugnisse der von Frankreichs Königen gegrün-deten und mit Königlicher Opulenz fortgesetzten Porzellan-Manufaktur zu Sevres ,der Gobelins und der aneienne mamilacturo r»)-ale ,Iv tapis ck^nbussou nebst denkostbarsten Werken der plastischen Kunst aufgestellt waren.
Das Arrangement der im Mittelschiff befindlichen Bildwerke, Juwelen, Schmuck-sachen, Glas- und Porzellauwaaren, der in dem nördlichen Seitenschiff aufgestelltenBronzen, Silberwaaren, Tuche, Shawls, Lithographien und Bnchbinderwaaren, undder auf der südlichen Gallerie prangenden Seiden, Sammte, Kattune, Blumen undBänder übertraf selbst die glänzenden Magazine des Palais Royal und der Passagenan den Pariser Boulevards.
Die verwandten Erzeugnisse von Lyon, St. Ettenne, Paris, Rouen , Mühl-hansen u. A. waren in ihren verschiedenen Gemächern und Abtheilungen zusammengruppirt, über denselben waren die Namen und Znsignien dieser Städte, und überdem Ganzen die Französischen Trikoloren angebracht.
Ungeachtet der großen Divergenz der Ansichten, welche sich auch unter den inLondon zahlreich anwesenden Franzosen kund gab, fand doch in der Verfolgung dergemeinsamen Zwecke, in der Ausführung des Arrangements, in der Vertheidigungund Geltendmachung der Leistungen der Industriellen und der Kommissare ein voll-ständiges Zusammenwirken statt, so daß, was hier Gutes geleistet war, sich auch dievollste Anerkennung errang.
Die reichen Erzeugnisse des Spanischen Bergbaues, die Merinowollen, LaFlor de Cabannas — Firma von Gold auf Purpursammetkissen, — die Schwerter,Degen, Dolche und Pistolen von Toledo und Madrid , Wachsfiguren mit Andalusischen