Band 
Erster Theil.
Seite
180
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180 Vorbereitung, Beschickung und Eröffnung der Ausstellung.

Menschheit sich durch diese Symbole als ein, zum gemeinsamen Wirken planmäßigverbundenes Ganzes darstellte.

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Kataloge und literarische Hülfsmittel.

Wenn schon gewöhnliche Ausstellungen ohne vollständige, richtige und wohl-geordnete Kataloge von den meisten Besuchern, die ihre Besichtigung auf eine ver-hältnißmäßig kurze Zeit beschränken müssen, weder überschaut, noch ins Einzelne ver-folgt werden können, so machte der ungemeine, fast unübersehbare Umfang der Lon-doner Ausstellung diese Aufgabe besonders wichtig und schwierig. Bei einem solchenUnternehmen ließ sich nur durch Theilung der Arbeiten zum Ziele kommen. Eswar deshalb ein besonderes Katalogs-Amt fOklioe) unter Herrn G. W. Napp imAusstellungsgebäude errichtet.

Da die Mittheilungen für den Katalog großentheils erst mit den Gegenständenselbst ankamen, und da der Katalog mit der Eröffnung der Ausstellung dem Publikumfertig gedruckt in die Hände geliefert werden mußte, so war schon deshalb die Aus-arbeitung des Manuskriptes sehr schwierig.

Aber auch über die Unvollständigkeit und Ungenauigkeit der eingesendeten Katalogs- fNachrichten wurde von den Redaktoren sehr geklagt. Viele Aussteller hatten dieselbenaufgesetzt, bevor die Gegenstände fertig waren, und nachher dieselben anders gemacht,oder andere als die angekündigten eingesendet. Die Original-Anzeigen (»pplicationsok spare) sollen ein merkwürdiges Bild der mitunter noch so mangelhaften Erzie-hung, der eigenthümlichen Betrachtungs- und Ausdrucksweisen der produzirendenKlaffen, sowohl in Großbritannien , als in den übrigen Ländern, von wo dieselbeneingesendet waren, dargeboten haben. Eine weitere Schwierigkeit bildeten die nachSprachen und Ländern sehr verschiedene», mitunter ganz lokalen und eigenthümlichenWaarenbezeichnungen und technischen Ausdrücke.

Der Inhalt des Katalogs schloß die Detailbezeichnungen des ganzen industriellenGebietes in einem wohl noch nicht vorgekommenen Maaße in sich. Die mannigfachenVerbesserungen in den verschiedenen Fächern der Industrie knüpfen sich an Erfindun-gen und Verfahren, welche in den eingesandten Listen von den, häufig in der schrift-lichen Darstellung ungeübten Ausstellern nicht klar und verständlich genug beschriebenwaren. Hieraus entsprang die Nothwendigkeit, viele Beschreibungen vor den, Druckerst mit den Gegenständen selbst durch Sachverständige vergleichen zu lassen, welcheArbeit erst nach Eröffnung der Ausstellung beendigt werden konnte. Selbst die bloßenSprachschwierigkeiten waren bei der Mangelhaftigkeit unserer technischen Wörterbücherschwer zu überwinden.

Die Königlichen Kommissare hatten die Herausgabe eines großen „beschreibendenund illustrirten Katalogs", welcher Alles dasjenige, was der Aussteller unter Zah- llung der Jnsertionsgebnhren zu veröffentlichen wünschte, und eines kleinen, welcherblos eine kurze Angabe der ausgestellten Sachen nebst Angabe des Namens des Aus-stellers zu enthalten hatte, angeordnet. Man forderte alsdann zu Geboten für Ueber-lassung der Manuscripte, des Druckes und alleinigen Verkaufs der amtlichen Katalogeauf; der Preis des großen Kataloges konnte vom Unternehmer bestimmt, der deskleinen sollte im Gebäude zu 1 Schilling verkauft werden, wovon jedoch 8 Pence