8. 12. Kataloge und literansche Hülfsmittel. 181
zum Ausstellungsfond eingezahlt werden mußte. Das Gebot der BuchhändlerGebrüder Epiker und der Buchdrucker Clowes und Söhne von 3200 Lstr., welchemjene Gebühr hinzutrat, so daß sich die ganze Einnahme der Kommission auf 5200 Lstr,gestellt hat, wurde am 6, Januar 1851 angenommen,
, Wiewohl die Korrekturen der Englischen Ausgabe des kleinen Katalogs sich bis
Mm letzten Tage vor der Eröffnung hinzogen und vollständige Abdrücke erst uml0 Uhr j,i per Nacht vor dem 1, Mai geliefert werden konnten, so wurden doch10,000 Exemplare, gehörig geheftet und gebunden, am folgenden Morgen im Krystall-balaste abgeliefert. Die beiden, Ihrer Majestät und dem Prinzen bei dieser Ge-legenheit überreichten Exemplare mit ihren reichen Ausschmückungen von Marroquinund Gold, waren in sechs Stunden gefertigt.
Dieser sogenannte kleine Englische Katalog kommt hinsichtlich dcsJnhälts auf 320gebrochenen Quartseiten, eng gedruckt, ohne die Annoneen, vier gewöhnlichen Oktav-bänden ungefähr gleich.
Er erschien unter dem Titel: „Okkicial KataloAuo ok tlm zroat Lxllibitlon ok tke^'orlcs oklnäustrie ok all kiatwns" mit dem Motto: „die Erde ist des Herrn, und wasbarinnen ist, der Erdboden und was darauf wohnet". In dem Eingänge (S, 2 —4)befinden sich Bemerkungen über die Aufstellungsart und die Eintheilung, sowie dasInhaltsverzeichnis Sodann (S, 5 — 13) die Erzeugnisse, die von Ihrer Majestätber Königin, dem Prinzen Albert, dem Prinzen von Wales und dem Grafen Ernstvon Sachsen -Koburg ausgestellt waren; dann die, außerhalb des Ansstellungs-gebändes in dessen Umgebungen, aufgestellten Granite, Serpentine, Kohlen, Ce-Ulente, Marmor und Schiefer, sowie daraus gefertigte Arbeiten, welche im Gebäudek selbst nicht untergebracht werden konnten; hierauf folgte eine Uebersicht der in denHaupt-Eingängen des Gebäudes aufgestellten Statuen und anderer interessantenGegenstände.
Der zweite Hauptabschnitt (S, 10 — 155) umfaßt die Erzeugnisse des vereinigtenKönigreichs nach den 30 Klaffen gesondert. An dieselben sind (S, 150 —183) die^2 Britischen Besitzungen und Kolonien in geographischer Folge angehängt.
Im dritten Hauptabschnitte (S, 184 — 320) folgen die fremden unabhängigenStaaten, welche Erzeugnisse zur Ausstellung eingesendet haben, in alphabetischer Reihe.
Da nach dem mit den Katalogsverlegern getroffenen Abkommen von denselbenein Mehres wie 320 Seiten Druck für den Preis von 1 Schilling nicht gefordertwerden konnte, dieser Umfang aber schon durch die kurze, in der Regel auf zweihalbe Zeilen für jeden Aussteller beschränkte, Aufzählung der ausgestellten Gegen-stände vollständig in Anspruch genommen wurde, so konnte das alphabetische Na-wensverzeichniß der Aussteller nicht beigefügt werden; es wurde erst Anfangs Angustfertig, und unter Beifügung eines alphabetischen Verzeichnisses der ausgestelltenWaarengattungen und Erzeugnisse für 1 Schilling besonders verkauft.
Diese Englische Ausgabe des Katalogs war in ihrer ersten Aussage hinsichtlichder Aussteller und ausgestellten fremden Gegenstände höchst fehlerhaft; die Ausstel-d»ngs-Kommissare der betreffenden Staaten, insbesondere diejenigen des Zollvereins ,wendeten alle Mühe an, um diese Fehler zu beseitigen, so daß die bald darauf er-, schienene verbesserte, besonders aber die am 1, August erschienene dritte und die am15, September erschienene vierte verbesserte Auflage desselben als ziemlich korrektgelten konnte. Eine völlige Richtigkeit war schon deshalb nicht möglich, weil imLaufe der Ausstellung noch mancherlei interessante und schätzbare Gegenstände hinzukamen. Bei einigen Produktionsgebieten, wie Portugal , waren die Aussteller nicht1» forttaufender Nummernfolge, bei anderen, wie Indien, Türkei, Aeghpten, Tunis ,gar nicht genannt. Die Nummern der Aussteller in den einzelnen Abschnitten littenan mancherlei Unterbrechungen, Die Bezeichnungen der ausgestellten Gegenstände