§. 14. Aufsicht und Verwaltung. Z. 15. Eröffnung. 189
28 Diener bei den Restaurations-Lokalen, Retiraden und
Lavoirs, zusammen.-.. 292
5. Verschiedenes: 12 Zollbeamte, 7 für Korrespondenz,
2 Postbeamte, 9 Kassenpersonen, 9 für die Juris, 23 Botenund Knaben, 9 verschiedenartig beschäftigt, zusammen. 71
Total.... 1182
8 . 15 .
Eröffnung.
Die Eröffnung der Ausstellung am t. Mai 1851 ') war durch einen herrlichenFrühlingsmorgen begünstigt. Schon Tags vorher erschwerte die Umlagernng desKrystallpalastes von vielen Tausenden ebenso sehr den Zugang für die im Gebäudebeschäftigten Personen, als die Abwehr unbefugter Eindringlinge, welche bei denüberall auf das eifrigste betriebenen Zurüstungsarbeiten nicht geduldet werden konnten,auf das äußerste. Es kamen auch noch eine Menge verspäteter Sendnugen an, undwar eine nicht geringe Anzahl unzulässiger, mit Heftigkeit verfolgter Anträge abzu-wehren, so daß die Lage des ErekntivkommittöeS und des Polizeipersonals, für welchesdie etwa nothwendige militärische Hülfe in Bereitschaft gehalten wurde, Peinlich war.
Ihre Majestät die Königin hatten Ihre Bereitwilligkeit zu erkennen gegeben,den Wünschen des Publikums entsprechend, die Eröffnung der Ausstellung durch IhreGegenwart zu beehren. Die Kommissare Ihrer Majestät veröffentlichten Tags zuvorein genaues Programm dieser Feier, zu welcher außer den eingeladenen Personennur die Inhaber von permanenten Eintrittskarten zugelassen winden. Die Aufseherder ausgestellten Gegenstände wurden an den Thüren, welche auf ihren, von demErekutiv-Kommittöe ausgefertigten Karten vermerkt waren, zwischen 8 und 8 Uhreingelassen, und nahmen sofort ihre Plätze bei den ihnen zugewiesenen Abtheilungen ein.
Inhaber von permanenten Eintrittskarten wurden an sämmtlichen Thüren desOst-, Süd - und Westtheiles in den Stunden von 0 bis 11^ Nhr eingelassen, undhatten, gemäß der polizeilichen Bestimmungen, ihre Plätze im untern Theile des Ge-bäudes sowohl, als auch auf den Gallerien der Seitenschiffe. Nm 11-^ Uhr tratendie Königlichen Kommissare, das Erekutiv-Kommittöe, die Kommissare der fremdenRegierungen, der Erzbischvf von Canterbnry, die Minister, fremden Gesandten, erstenCivilbeamten und Militärs in Galla ein. Auf einer Plattform im nördlichen Theiledes Ouerschiffs war der Thronscfsel aufgestellt, umgeben von einem Halbkreise hoherStatuen, Gewächse und Blumen, über welchen sich die majestätische, im ersten Früh-lingsgrün prangende Ulme erhob. In den durch das Krystalldach verstärkten undvervielfältigten Strahlen der Maisonne prangten die zahllosen Kunst- und Industrie-werke wundervoll, und das mannigfache Farbenspiel derselben nahm ebensosehr, wiedie zahlreiche, glänzend« Gesellschaft das Auge nach allen Seiten in Anspruch.
Die Zugänge des Palastes schloffen sich mit dem bestimmten Glockenschlage,Und es fand sich, daß die unendlichen Räume mit der Zahl der geputzten, in wohl-geordneten und langen Reihen erwartungsvoll und auch schon befriedigt dasitzendenoder aufgestellten Gäste, welche sich auf etwa 25000 belief, im schönsten Verhältnissestanden.
Wie in dem Krystallpalaste selbst, so war es auch in dem denselben umgebendenGarten; das dort überaus zahlreiche Publikum fand zugleich im Genusse des herr-lichen Wetters die schönste Gelegenheit, alles Bemerkenswerthe zu beobachten. Diebraunen Stäbe der Konstabler hatten kaum Gelegenheit, ihre anziehende Kraft zu