Band 
Erster Theil.
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190 Vorbereitung, Beschickung und Eröffnung der Ausstellung.

üben; in allseitig befriedigter Stimmung fanden alle getroffenen Anordnungen, diesich in ihrer Zweckmäßigkeit vortrefflich bewährten, ihre vollkommene Beachtung.

Um 12 Uhr erscholl ein allgemeiner Jnbelruf von Außen; ein Trompetentusch,begleitet von endlosen! Willkommenrnf in den weiten Räumen des Gebäudes, ver-kündete den Eintritt Ihrer Majestät der Königin, Sr. Kön. Hoheit des Prinzen Al-bert mit dem Prinzen von Wales und der Prinzessin Royal, des Prinzen und der Prin-zessin von Preußen, des Herzogs von Wellington und anderer hoher Personen. DerWillkommenrnf tönte in allen Theilen des Gebäudes rauschend wieder.

Nachdem Ihre Majestät den geschmackvollen Thronseffel im Transsepte des Ge-bäudes eingenommen hatte, ertönte die National-Hymne, ausgeführt von dem Chöreder Kapelle Ihrer Majestät, der Kapelle der St. Panls-Kathedrale, der Westminster-Abtei , der St. George's-Kapelle, von mehreren Zöglingen der königl. Akademie derMusik, dem Musikchor Sacred-Harmonic, und andern, theils einheimischen, theilsfremden Sängern. Dieser Gesang wurde auf den Orgeln der Herren Gray undDavison von den Herren Groß und Turbe begleitet.

War das Gemüth bisher nur durch die Eindrücke des Auges gefesselt worden,so wurde dasselbe nun durch die gelungene Ausführung dieses Feslgesanges in dieerhabenste Stimmung versetzt. Die Akustik des Hauses war ausgezeichnet; keinhemmendes Echo störte den erhabenen Genuß. So befanden sich die Gemüther inderjenigen erhebenden Andacht, welche dem von Sr. Gnaden dem Erzbischof vonCanterbury gesprochenen Gebet entsprach.

Nach diesem Gebet wurde unter der Direktion des Hrn. Bischof Henry R.,Professors der Musik zu Orford, das Hallclujah von Händel auf der Orgel von denHerren Dr. G. Elney und Wylde begleitet, vorgetragen und erwarb sich die präciseAusführung dieses Chors ebenfalls den ungetheiltesten Beifall.

Nach Beendigung des ersten Gesanges stattete Se. Kön. Hoheit der PrinzAlbert, als Präsident der Kommission, Ihrer Majestät der Königin folgenden Berichtüber die bisherige Thätigkeit der Kommission ab:

„ Allerdurchlanchtigste Majestät!

Wir, die von Eurer Majestät durch einen Königlichen Erlaß vom 3. Jan. 1850,zur Beförderung der Industrie-Ausstellung aller Völker ernannten, und später durcheinen Königlichen Brief vom 15. August dess. I. mit dem Kvrporationsrechte beehrtenKommissare, erlauben uns nnterthänigst bei Gelegenheit von Eurer Majestät be-glückender Gegenwart bei der Eröffnung der Ausstellung Ihnen einen kurzen Berichtüber unsere bisherige Thätigkeit vorzulegen.

Kraft der uns von Eurer Majestät huldreichst ertheilten Vollmacht, haben wirder uns anvertrauten Angelegenheit das ernsteste Nachdenken gewidmet: nämlich derbesten Art, die Erzeugnisse der Kolonien und des Auslandes in das Britische Reicheinzuführen, der Wahl des bestgeeigneten Platzes für die Ausstellung, dem allgemeinenVerhalten bei dem Unternehmen, der zweckdienlichsten Methode der Preiskrönnngenund der unpartheilichsten Vertheilung derselben.

Zur Förderung dieser unserer Nachforschungen und znr gewissenhaftesten Erfül-lung der uns durch drei Korporationsbriefe zu Theil gewordenen Pflichten, habenwir wiederholt Plenarberathungen gehalten, und haben außerdem manche Fragenüber die verschiedenartigsten Gegenstände besonderen Kommittöes zur Untersuchungüberlassen, welche theils aus unseren eigenen Mitgliedern, theils aus Individuen be-standen, die in den verschiedenen Zweigen der Wissenschaften und der Künste einenausgezeichneten Ruf genossen, und so oft wir uns diesen Beistand erbaten, so ist eruns mit der größten Bereitwilligkeit, selbst mit Aufopferung entgegen gekommen.

Unter den Fragen, welche uns zuerst beschäftigten, war zunächst die Feststellungder Bedingungen, unter welchen Gegenstände bei dieser Ausstellung zuzulassen waren.