206 I Klasse. Bergbauerzeugnisse rc.
zelne gehende Bearbeitung desselben, als Dauerhaftigkeit und Billigkeit
beansprucht wird.
Die Cwm Avon Jron Komp. in Wales hat eine gut gewalzteSchiene, in der außergewöhnlichen Länge von 63 Fuß und circa1200 Pfund schwer geliefert. Schienen von solcher Länge möchtenindessen keine besonderen Vortheile darbieten, da abgesehen von derSchwierigkeit des Walzens und der ungleichen Abnutzung, zu große Zwi-schenräume zwischen den Schienenstößen gelassen werden müßten, umder Ausdehnung des Metalles Raum zu geben.
Die jährliche Gesammt-Production von Süd-Wales wird aus700,000 Tonnen Roheisen geschätzt' die auf 48 verschiedenen Werkenstattfindet, denen 208 Hochöfen zur Disposition stehen.
Die Eisen-Erze von Stassordshire und einem Theile des an-grenzenden Worcestershire nehmen in der Sammlung von Black-well den zweiten Rang ein. Sie bestehen, wie jene von Wales , ausThoneisensteinen, kommen in ähnlichen schwachen Flötzen, in Wechsel-lagerung mit Steinkohlen vor und werden im Allgemeinen höher ge-schätzt, als die von Wales .
Eisen aus diesem Distrikte ist in seinen verschiedenen Stadien derFabrikation von Solley und Comp. in Tipton ausgestellt, wobei be-sonders der Fortschritt in der Verfeinerung des Englischen Roheisens,dessen Benutzung zur Stahlfabrikation und Verwendung zu verschiede-nen Stahlwaaren, zu denen früher fast ausschließlich aus Russischem und Schwedischem Eisen erzeugter Stahl für geeignet gehalten wurde,hervorleuchtet.
Die Eisenhandlung von Bird und Comp., 5 Martins - Lane,City, London , hat in der reichhaltigen Sammlung, außer Eisensortenvon Schottland und Wales , mich einige vorzügliche Produkte ausStassordshire aufgestellt, von denen ein gewalzter Rundstab von 7 ZollDurchmesser und 20 Fuß Länge mit einem Gewichte von nahe 23 Ctr.,auf dem Eisenwerke von I. Bagnall und Söhne bei Birmingham angefertigt, besondere Erwähnung verdient. Auch die darunter befind-lichen Gegenstände von Sclby und Johnes sind beachtenswerth undbestehen aus Eisenblechröhren von 1 bis 7 Zoll Durchmesser, die gebo-gen, dann in einem eigcnds konstruirten Schweißofen erhitzt und aufeinem Dorn zwischen vier kleinen Walzen geschweißt werden, sowie auskannellirten Eisenblechen für die Dachbedeckung. Um diese Bleche undRöhren gegen die Oxydation zu schützen, sind sie mit der von E. E. Paris zu Paris erfundenen und im Jahre 1849 in England patentirtenEmaille überzogen. Es hat dieselbe ein glasartiges Ansehen, läßt sichgleichförmig auftragen, soll gut am- Eisen haften, Temperaturwechsel,ohne abzuspringen, vertragen können, und von Säuren nicht angegriffenwerden. Sie würde daher alle Eigenschaften, die von einer gutenEmaille verlangt werden, in sich vereinigen, weshalb es wohl nicht