8. 17. Britisches Eisen. 207
ohne Interesse sein dürfte, in das Verfahren etwas spezieller einzuge-hen: Die aus geschmeidigem Eisen angefertigten Stücke werden zunächstin verdünnter Säure gereinigt, getrocknet, und erhalten dann einenschwachen Anstrich von eurer Auflösung Arabischen Gummi's, aufwelchen die pulverisirte Emaille mittelst eines feinen Siebes aufgetra-gen wird. Diese zubereiteten Stücke werden in einem von 212 bis300 Grad Fahrenheit erwärmten Ofen getrocknet, kommen dann ineinen zu starker Rothglühhitzc erhitzten Ofen, bis das Glas der Ober-fläche des Eisens angeschmolzen ist, und gelangen endlich in einen schwacherwärmten Raum, unter möglichstem Luftabschluß, um langsam zuerkalten. Ist die erste Emaillirung unvollständig, so kann noch einzweiter Ueberzug angebracht werden. Will man eine farbige Emailledarstellen, so erhält der Gegenstand zunächst einen Ueberzug der ge-wöhnlichen Emaille, auf welche dann die farbige als zweiter Ueberzugaufgetragen wird.
Das Glas oder die Emaille wird aus 130 Theilen gepulvertemFlintglas, 20^ Theilen kohlensaurem Natron und 12 Theilen Borar-säure in einem Tiegel zusammengeschmolzen, ausgegasten, nach dem Er-kalten pulverisirt, und durch ein Sieb von etwa 00 Maschen auf denQuadratzoll geworfen, in welchem Zustande es für den Gebrauchfertig ist. —
Das in Staffordshire producirte Eisen ist besser als das vonWales, und erhält im Handel überall einen höheren Preis. Es wirdvorzugsweise zur Gießerei, zu Blechen, Maschinentheilen und feinerenEisensorten, aber auch zu Schienen, Bandagen und Aren verwendet.
In dem Bezirke von Staffordshire sind auf den verschiedenenWerken 169 Hochöfen, die jährlich nahe an 600,000 Tonnen Roheisenpro.duciren sollen.
Die dritte Repräsentation von Eisenerzen in der BlackwellschenSammlung bezieht sich auf Aorkshire, ist analog den beiden vorherbeschriebenen Distrikten, aber von einem beschränkteren Vorkommen.Die Werke von Mrkshire arbeiten mit 29 Hochöfen und erzeugenjährlich etwa 45,000 Tonnen Roheisen, die zum großen Theile inStabeisen von der vorzüglichsten in England erzeugten Qualität um-gearbeitet werden, wie die Ausstellungen von der Bowling JronKomp. und der Firma Hird, Dawson und Hardy zu LowMoore bei Bradford beweisen.
Eine vierte Gruppe von Eisenerzen in der erwähnten Sammlungist die aus den Grafschaften Northumberland, Durham undCumberland. Die obere Gruppe des Kohlengebirges führt hier ein-zelne Kohleneisensteine, der unterliegende und zu Tage ausgehende Berg-kalk aber mächtige Lager von Braun- und Spathcisenstein in Beglei-tung mit Bleiglanz und Zinkblende, die ihn wenig geeignet für Eisen-erzeugung machen; dessenungeachtet wird er benutzt, und die Eisen-