Band 
Erster Theil.
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210 I- Klasse. Bcrgbauerzcugmsse rc.

einen Zusatz von Stabeisen von 15 bis 20 Prozent mehr Elastizitätund Stärke erhalten haben soll. Er läßt Roheisen aus dem Hochoscnauf Stabeisenstücke in das Sandbett laufen und schmilzt die Masse um.In wie weit diese .Qualität besser, als das von Gebrüder Loffenaus Nassau direkt aus dem Hochofen gegossene Eisen ist, kann manwegen Mangel an vergleichenden Versuchen zwar nicht bestimmt beur-theilen, aber, nach dem Ansehen zu schließen, wird der von Lassenausgestellte Gußeisenstab von 1 Quadratzoll Querschnitt, der bei 3 FußUnterstützungsweite in der Mitte eine Einbiegung von ^ Zoll zeigt,an Elastizität dem von Sterling erzeugten Eisen wohl nicht nach-stehen. Die von I. Sterling ferner ausgestellten Proben von Eisen-bahnschienen, deren Kopf aus gehärtetem Eisen bestehen soll, sind insofern gänzlich zu verwerfen, als die zwei verwendeten Eisensortendurchaus unvollständig geschweißt sind.

Stahl war mit den Waaren der Klassen XXI. und XXII. ausgestellt,da viele Fabrikanten dieser Waaren ihren Bedarf an Stahl selbst er-zeugen, ohne denselben als solchen in den Handel zu bringen. Vonden Ausstellern, die sich vorzugsweise mit der Stahlsabrikation beschäf-tigen, verdienen besonders Johnson, Cammel und Eomp., Naylor,Vickers und Comp., S. Cocker und Sohn und Turton undSöhne in Sheffield , wo überhaupt der Sitz der Stahlfabrikation sichbefindet, angeführt zu werden. Die Firma Naylor, Vickers undComp. beschäftigt sich ausschließlich mit der Gußstahlsabrikation, undhat den ganzen Prozeß durch ein gutes Modell der Oefen mit allenMaschinen-Vorrichtungen nebst einer Sammlung ausgezeichneter Guß-stahlsorten illustrirt. Für die geringeren Stahlsorten wird EnglischesEisen, namentlich aus Uorkshire uud Laneashire, verwendet; für denfeineren Stahl wollen die Fabrikanten aber nur Schwedisches, ausMagnet-Eisenstein mit Holzkohlen erblasenes und gefrischtes Eisennehmen, welches in Hüll mit dem hohen Preise von 28 bis 32 Lstr.pro Tonne bezahlt wird. Russisches Eisen wird mit 16 bis 17 Lstr.pro Tonne in Hüll bezahlt. Der Preis des Gußstahles ist von 28 bis45 Lstr. pro Tonne angegeben. Im Jahre 1850 soll die Einfuhr vonrohen Luppen und Stabeisen für die Stahlfabrikation 35,000 Tonnenbetragen haben, die von Rußland und Amerika , vorzugsweise aber vonSchweden , gekommen sein sollen.

Schließlich ist hier noch des Modelles eines Hochofens von JohnJames in Blaina Erwähnung zu thun, der eine verschließbare Gichthat, um die Gase vollständig auffangen zu können. Dicht unter derGichtplatte ist auf einem eisernen Träger ein Konus im Centrum desOfens aufgestellt, auf welchen ein, durch ein Hebelwerk beweglicherCylinder geschoben werden kann, um den Abschluß zu bewirken. Dieaufzugebende Beschickung wird in diesen Cylinder gefüllt und derselbelangsam gelüftet, wobei die Masse von dem Conus nach allen Seiten