Band 
Erster Theil.
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212 I. Klasse. Bergbaiierzeugmffe ».

einem System von Sümpfen, cylindrischen, nm ihre Are beweglichenSieben zur Separation des Kornes, Waschheerden und Setzmaschinen,unter denen sich nichts Neues befindet, außer einem kreisrunden Wasch-heerde (rouuä I>uääle) von etwa 20 Fuß Durchmesser, mit einer nachder Mitte konisch ansteigenden Fläche, auf deren höchstem Punkte einum seine Are beweglicher hohler und vertikal stehender Schaft aufge-stellt ist, durch den die zu verwaschenden Schlämme aufgetragen wer-den. Zugleich sind an demselben zwei gegen einander überstehende Armeangebracht, an denen zwei, die ganze Heerdfläche bestreichende Bürstenaufgehängt sind und durch Gegengewichte balancirt werden. Die aufdiesem Heerde erhaltenen Ergebnisse sollen sehr befriedigend sein.

W. Brunton sun. lieferte einen Heerd zum Verwaschen gepoch-ter Erze, dessen etwa 10 Fuß lange Fläche durch ein Stück Segeltuchohne Ende gebildet wird, aus dessen Rückseite in Entfernungen vonetwa zwei zu zwei Zollen schmale hölzerne Latten, zur Erreichung dernöthigen Steifigkeit, befestigt sind. An jedem Heerdende geht dieserLeinenstreifcn über Walzen, von denen die vordere mit einem Schrauben-werke zur Regulirung der Neigung der Heerdfläche versehen ist; dieHintere Walze steht dagegen mit einer Riemenscheibe in Verbindung, wo-durch der Heerdfläche eine, dem Streune des Wassers entgegenkommendelangsame Bewegung ertheilt wird. Ueber der Heerdfläche befinden sichzwei hintereinander liegende Kasten, aus denen durch den vorderen diezu verwaschenden Schlämme, und aus den etwa 2^ Fuß dahinter lie-genden die Waschwasser ausströmen, so daß außer den beim Aufgebensogleich fvrtgespült werdenden leichtesten Theilen, die Hauptkonzentrationauf dieser 2r Fuß langen Fläche stattfindet. Die sich hier absetzendeMasse wird in einem, unter dem Heerde befindlichen Wasserbehälter ab-gewaschen, und ist je nach Umständen sogleich für den Handel geeignet,oder wird 'einer zweiten Operation unterworfen.

Die aufbereiteten Kupfererze kommen auf Auktionen zum Verkaufeund werden dann nach den Schmelzwerken, die sich meistens in derNähe von Swansea befinden, geschasst. Der hier übliche Schmelzprozeßist durch ein Kommittee von Swansea mit allen seinen Zwischen- undEndprodukten erläutert. Das Englische Schmelzverfahren besteht auseiner Reihe auf einander folgender Rüstungen und Schmelzungen inFlammöfen, wodurch es ermöglicht wird, innerhalb weniger Tage dasverkäufliche Kupfer aus dem E,-.e darzustellen. Bei der Größe derGeschäfte ist ein solcher schneller Umsatz nothwendig. Es giebt Schmelz-werke bei Swansea , die jährlich bis zu 2^ Million Thaler Kupfererzeankaufen. Im Jahre 1847 wurden von den damals bestehenden siebenSchmelzwerken 201,958 Tonnen Kupfererze, unter denen nahe an40,000 Tonnen Amerikanische und Australische waren, mit einem Kupfer-gehalte von 20,823 Tonnen für 1,506,808 Lstr. angekauft. Der Ankauffremder Erze hat seitdem noch sehr zugenommen.