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Z. 17. Britisches Kupfer und Zinn.
Bankart und Söhne haben die Produkte ihres patentirten Kupfer-gewinnungsprozesses eingeliefert, der im Wesentlichen darin besteht, durchallmählige Rüstung die Schwefelerze in schwefelsaure Salze umzu-wandeln, diese auszulaugen, das Kupfer als Cemcntkupfer niederzu-schlagen und aus der Lauge Eisenvitriol zu gewinnen. Die ausge-laugten Erze enthalten noch Kupfer, und werden daher mit frischenSchwefelerzen gemischt, geröstet und ausgelaugt. Nöthigen Falles be-dient man sich auch eines Zusatzes von Schwefelkies. Es gehört dieszu den vielen Verfahren, denen man in England mit den Worten „eswill nicht bezahlen" das Urtheil zu sprechen pflegt.
I. Löwe hat die Produkte seines neu patentirten Kupferschmelz-verfahrcns ausgestellt, üben welches aber nichts Näheres bekannt ge-worden ist.
T. Tresize lieferte das Modell eines Röstofens, der das Durch-arbeiten der Erze mit Krücken ersetzen soll. Hinter dein stationärenFeucrplatze ist eine eiserne Trommel für die Erze angebracht, wird durchMaschinenkraft um ihre Are bewegt und steht mit dem, der Feuerunggegenüberliegenden, Ende mit einer Kammer zur Kondensirung derDämpfe in Verbindung.
Das Vorkommen dieses werthvollen Metalls ist allein auf Corn-wall und Devonshire beschränkt, wo es seit undenklichen Zeiten denGegenstand einer einträglichen Gewinnung ausmacht. Der Zinnstein,das einzige werthvollc Zinnerz, wird hier theils in Seiscnwerkcn, zumgrößeren Theile aber auf Gängen im Granit gefunden. Beide Gat-tungen find, außer von mehreren Privatpersonen, durch die Lokal-Kommittees von St. Austell und Truro vertreten. Die Gewinnungdes Zinnsteines (8ti-eam tin) aus den Seifenwerken geschieht durch ein-fache Operation des Waschens, wobei sich die spezifisch schwereren Zinn-graupen schnell von den begleitenden leichtern Steinarten trennen. Dieseälteste Art der Gewinnung ist noch jetzt eine nicht unbedeutende zunennen und liefert das reinste und beste Erz, Durch den Gangbergbau,der für dieses Metall hauptsächlich auf der südlichen und westlichenKüste Cornwall's betrieben wird, erhält aber der Handel den größtenZuschuß. - Die Zinngewinnung vom Jahre 1750 bis 1820 war fastkonstant auf etwa 1700 Tonnen pr. Jahr geblieben; von jenem Jahrean ist sie allmählig gestiegen, bis sie jetzt eine Höhe von 5000 bis6000 Tonnen erreicht haben soll. Da kein öffentlicher Verkauf, wiebei den Kupfererzen, stattfindet, und der ganze Zinnhandcl nur in denHänden weniger Personen liegt, die keine Angaben darüber zu machengeneigt sind, so ist es schwer, hier zu einem sicheren Resultate zu gelangen.
Zuweilen enthalten die Zinnerze Arsenik - und Schwefelmetalle,zuweilen auch Wolfram beigemengt, die einen sehr Nachtheiligen Einflußauf die Güte des Zinns haben und daher entfernt werden müssen. Bei