§. 17. Britische Steine und Erden. 223
Meldung von Unglücksfällen werden in gewissen Zwischenräumen SignaleBesetzen und Abfeuern der Löcher für alle Terrassen zu gleicherZeit gegeben, wobei sich die Arbeiter mit bewundernswürdiger Behendig-keit und Schnelligkeit an den einzelnen Seilen zu ihren Sicherheits-örtern emporschwingen. Die losgesprengtcn Schiesermasscn werden so-gleich in die Arbcitsschuppen geschafft, gespalten, auf die bestimmtenMaaße, zum größten Theil aus freier Hand, behaucu, und sogleich inMagen geladen. Die auf den oberen Terasscn gewonnenen Schiefer wer-den auf geneigten Ebenen aus die Sohle des Bruches herabgelassen, vonWo sie aus einer Eisenbahn nach dem 9 Englische Meilen entferntenSeehafen zur Verschiffung geschafft werden. Das in den Brüchen vonGlaubens beschäftigte Personal beträgt etwas über 1700 Arbeiter.
In ähnlicher Ausdehnung wird noch eine große Anzahl vonSchieferbrüchen an der Westküste von Wales betrieben. Die bedeutend-sten Häfen für die Verschiffung der Schiefer in Nord-Wales sindBangor, Port Dinorwick, Carnarvon und Port Madock, von wo ausdie Versendungen, außer nach England und fast allen Europäischen Zandern, auch nach Amerika und Ostindien stattfinden.
In der Ausstellung sind diese Thonschiefer namentlich durch dieSchiefer-Kompanie von Wales zu Fcstiniog und die Handlungen vonTh. Stirling in Lambeth (London ), welcher den gegenwärtigen jähr-lichen Verbrauch an Schiefern in London allein auf nahe 40,000 Ton-nen schätzt, sowie durch I. W. Greaves in Port Madock, Mar-quis Breadalbane in Perth in Schottland und I. Singlaire inSchottland repräsentirt.
9. Schleifsteine,
Wie sie zum ersten rauhen Schleifen grober Eisenwaaren benutzt wer-den, sind bis zu 8 Fuß Durchmesser und 14 Zoll Dicke von
Bcdsord, Bonson, Drake und Comp. aus den Steinbrüchendon Barnsley ausgestellt. Unter den Schleifsteinen für die feinereSchleiferei des Glases und der Stahlwaaren zeichnet sich die Samm-lung von C. Meinig, 103. Leadenhall St., London , besonders aus-enthält diese Sammlung nicht nur die vorzüglichsten in Englandvorkommenden Sorten, sondern auch die bewährtesten Qualitäten an-derer Länder in den mannigfachsten Formen, wie sie gerade für einenbestimmten Zweck erfordert werden. Auch sind bei manchen der feinstenSorten sogleich kleine Maschinen für deren Gebrauch ausgestellt.
9. Lithographie - Steine
sind aus den Kalkstcinbrüchen von Mergele in Dcnbighshire durch Rap-ses, Lupton und Comp. in Liverpool eingeliefert. Es sollen dieseSteine, wie auch die von den Englischen Kolonien, wegen ihrer Härteund Ungleichmäßigkeit weniger gut sein, als die Bayerischen Steine.
10. Porzellan-Thon, feuerfesterThon und Muttererdesind durch 32 Aussteller vertretene Es sind dies höchst wichtige Mate-