Band 
Erster Theil.
Seite
261
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II. Klaffe.

Chemische und Pharmazeutische Prozesseund Erzeugnisse.

Berichterstatter: Varrentrapp, Professor in Braunschweig .

K. 33.

Allgemeines.

-^ie Schwierigkeit, in dem Bericht ein treues Bild von dem Zustand^er Fabriken der verschiedenen Länder, welche sich bei der Ausstellungbetheiligt hatten, zu geben, ist bei den chemischen Produkten in mancherBeziehung so groß, daß man in der That die Hoffnung aufgeben"Ulß, das vorgesteckte Ziel in seiner wünschenswerthen Ausdehnungäu erreichen.

Die Mittheilungen, welche von den einzelnen Fabrikanten gemachtWurden, sind überaus dürftig, eine erschöpfende Bekanntschaft des Be-richterstatters mit den Verhältnissen, unter denen sie arbeiten, nicht er-reichbar, und die Möglichkeit, sich mit den entfernteren derselben in Ver-ehr zu setzen, aus ähnlichem Grunde abgeschnitten. Die bloße Be-achtung des gelieferten Produktes giebt vielleicht in keinem Jndustrie-Sweige geringeren Aufschluß über die Leistungsfähigkeit und über die^wohnlichen Marktwaaren der einzelnen Aussteller. In der kleinstenKüche, mit sehr beschränkten Kenntnissen, und selbst mit sehr mangel-haftem Verfahre», lassen sich die meisten Präparate dennoch vom schön-sten Ansehen herstellen. Die bloße Beschreibung der gesehenen Präpa-rate wird also nur in einzelnen Fällen von Interesse sein und die meist"Ur ungenauen Angaben, in Folge mündlicher oder schriftlicher Erkun-dungen über die Bedeutung der Fabriken in den verschiedenen Bezie-stungen, sind nur von untergeordnetem Werth.

Was die pharmazeutisch interessanten Rohstoffe, Rinden, Gumma-^ ^ u. s w. betrifft, so würde, bei der Reichhaltigkeit einzelner Sammlun-gen und bei der Nothwendigkeit, ganz genaue Beobachtungen und Ver-gleichungen anzustellen, ein unzulässiger Zeitaufwand und eine Art der