Band 
Erster Theil.
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II. Klaffe. Chemikalien.

Grüne in Berlin hatte Farbenkompositionen eingesandt, mit denenin einer Operation ohne Ansieden oder Anbeizen Wolle gefärbt werdensoll, auch damit gefärbte, schöne Wollproben geliefert.

Aus

II. Belgien

haben wir nur zwei gute Sammlungen von Salzen zu erwähnen, ohnedarunter etwas hervorheben zu können. Capellmans u. Comp. inBrüssel und die 8oeiete cke Vlorette bei Namur , Debbaud in .Courtrai und Brasseur aus Gent hatten vorzügliche Bleiweiße, die8oeietü Liioll/wv cke la vielie NontsZue in Lüttich schönes Zink-weiß eingesandt.

III. Holland

hat nur einige Proben von Bleiweiß — wir wollen die alten FirmenPoortmann und Oisser in Schiedam und Stratingh u. Comp.in Gröningen nennen — und einige andere Farbenproben geliefert, diekein besonderes Interesse zu beanspruchen vermögen.

Von der

IV. Schweiz

ist gar kein chemisches Fabrikat vorhanden, nur die sogenannten kleinenCachoutäfelchen, ein pharmazeutisches Präparat.

§. 36 .

Oesterreich lind die Italienischen Staaten.

I. Aus Oesterreich haben sich in Bezug auf die chemischen Pro-dukte nur sehr wenige Aussteller betheiligt.

Wagenmann, Seybel und Comp. aus Wien haben eine schöneSammlung von, in der Pharmazie meist gebräuchlichen Salzen geliefert,ganz ähnlich Brosche aus Prag; Batka aus Prag hat neben seinenchemischen Glasapparaten und dergl. einige seltenere Metalloryde, Wol-sramsäure, Uranorpd rc., ferner Selen in großen Quantitäten geschickt.

Braun aus Prag hat zinnsaures Natron und Blutlaugensalz,Hochberger auf den St. Procopi-Werken bei Käse in Böhmen hatAlaun und Eisenvitriol von guter Qualität, Weber aus Venedig schönkrystallisirten Kremor tartari ausgestellt.

Die bekannte Firma Franz Paul Herbert in Klagenfurt hateine sehr vollständige Sammlung der verschiedenen Sorten von Blei-weiß, und I. Herbert außerordentlich schön gefärbte Mennige undBleiglätte geliefert. Es ist keine zweite Probe von Mennige mit ähn-lich schöner Färbung auf der Ausstellung vorhanden.