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ninger in Kirchheim u. Teck, die Königlich Sächsische Porzellan-Manufaktur in Meißen, I. Curtius aus Duisburg , F, Röhr inWiesbaden, Schruck und Uhlich in Bamberg und Wolfs u, ComP.>n Schweinsurt vervollständigten durch schöne Proben die Ausstellung,Und beweisen, wie verbreitet in Deutschland die Kenntniß der Bereitungdieser sonst nur zu unerschwinglichen Preisen zu erhaltenden, jetzt einerder billigsten Farben, ist. Die grünen und schwarzen Ultramarine sindFarben, die keine große Aufmerksamkeit zu erregen vermögen, da dieFarbennüance der erstem zu todt und unrein ist, die schwarzen aberkein vorhandenes Bedürfniß zu befriedigen haben.
Ausgezeichnet schöne Smalte-Proben waren von Horstmann undComp. in Horst bei Steele, von dem Kurfürstlich Hessischen Werke zuSchwarzenfels bei Schlüchtern und dem Königlich Sächsischen WerkeZU Schneeberg ausgestellt.
Auch die Bleiweißfabrikation war in sehr schönen Proben vertre-ten. Bischofs und Rhodius Söhne in Linz zeichneten sich durchbesonders schweres, mit großer Deckkraft begabtes Bleiweiß aus; Bras-seur in Nippcs bei Cöln, Grüneberg in Stettin, Heuer aus Lich -tenstein bei Osterode am Harz , Waldt Hausen auf der Clarenburg beiCöln lieferten nicht minder weiße und lobenöwerthe Fabrikate. Rochazin Mühlheim an der Ruhr hatten direkt aus Galmci dargestelltes, sehrWeißes Zinkoryd ausgestellt. W. Sattler in Schweinfurt undH. Siegle in Stuttgart hatten reiche Ausstellungen von Lacken undverschiedenen Malerfarben der reichsten und reinstenNüancirungen. Dieselu. Comp. aus Saalfeld sehr schöne Oel-, Aquarell- und Malerfarben,Droop u. Stork aus Osnabrück Mineralfarben, I. F. Hehl u. Cvmp.in Berlin und Charlottenburg Tapeten- und Malerfarben nebst Essig-säure, essigsaurem Natron und holzsaurem Bleioxyd zu sehr billigenPreisen, A. Scharcnberg zu Neu-Strelitz und I. H. Weiß ausMühlhauscn ein Sortiment feinster, wie es scheint, sehr gut im Lichtsich haltender Krapplacke. C. Jäger aus Barmen sandte eine Flasche mitvorzüglichem Safflorcarmin, Krimmelbein und Bredt in Barmen eineganze Serie sehr guter chemischer Präparate und Farben für Druckerund Färber, worunter sehr gutes, rothes Blutlaugensalz.
Einer auffallenden Erscheinung im Handel müssen wir hierbei er-wähnen, daß nämlich noch jetzt von Deutschen Fabrikanten namhafteMengen von rothem Blutlaugensalz in England eingeführt werden,Während man behauptet, daß das gewöhnliche gelbe Salz zum Theilvon England nach Deutschland gehe. In England soll es noch gar-nicht üblich sein, trocknes gepulvertes Blutlaugensalz mit Chlor zu be-handeln, nach genügender Einwirkung in Wasser zu lösen, einen Über-schuß von kaustischem Kali zuzusetzen und dann zu krystallistren. DieMethode gelingt vortrefflich; ob sie von unseren Fabrikanten benutzt unddadurch das Salz so viel billiger dargestellt werden kann, ist nicht bekannt.