Band 
Erster Theil.
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8. 37. Frankreich und die Pyrenäische Halbinsel . 285

den, namentlich, wenn mehrere Raffinerien einer Fabrik die Aufarbeitungder Syrupe in dieser Weise übertragen; ob eine Anwendung in derRohzucker-Fabrikation zu machen sein wird, steht noch sehr dahin. EinBedenken, ob der Staat dies Verfahren erlauben solle, bleibt bestehen.Der Baryt ist eine der Gesundheit höchst nachtheilige Substanz: wennnun auch bewiesen ist, daß er leicht bei gehöriger Sorgfalt und Ueber-wachung gänzlich aus dem Zucker entfernt werden kann, so bleibt dochdie Sorge, daß hier oder dort aus Unachtsamkeit das Verfahren un-vollkommen ausgeführt und der barythaltige Zucker verkauft werde.Ansehen und Geschmack würden solchen gefährlich verunreinigten Zuckerden Augen des Publikums kaum kenntlich machen können. Große Ver-ficht in der Ueberwachung wird mindestens nothwendig.

Die chemische Fabrik der Burweilcr Minen unter der Leitungvon Schattenmann hat schöne Proben Alaun, Blutlaugcnsalz und Leimausgestellt. Der Eisenvitriol ist nicht zu loben, er enthält Alaunkrystalleeingeschlossen, was sich namentlich nach einigem Liegen an der Lustdurch die Art der Verwitterung sichtlich, und das Präparat für denFärbereigebrauch untauglich macht.

Fouchö Lepelletier in Javel bei Paris hatte eine reiche undelegante Ausstellung von vielen Salzen der Alkalien und Erden, vonwincn Mineralsäuren und außerdem die aus Urin gewonnenen Salze,zum Zwecke der Düngung, eingeliefert.

Bobce u. Lemire produzirten die Säuren und Salze, bei derHolzdestillation gewonnen. Essigsäure, die bei 15° C. krystallisirt ge-blieben war, farblose cmpyrcumatische Ocle aus Holz und Steinkohlen-theer, schön krystallifirten Brechweinftcin u. s. w.

Auch Dclignou'ö rektifizirte Dcstillationsprodukte aus bituminö-sem Schiefer mögen hier erwähnt werden.

Maire u. Comp. aus Strasburg hatten aus Kartoffeln gewon-nenen Alkohol, Essig, essigsaure Salze, Bleiweiß von guter Beschaffen-heit; De Cavaillon die gereinigten Nebenprodukte von der Gasfabri-kation; Coignet zu La Guillotiere bei Lyon guten Phosphor, Blut-laugensalz und Leim; Briörc aus Paris Arseniksäure, schönesDcheel'sches und Schweinfurter Grün ausgestellt.

Lerour in Vitry le Franoois hat einen großen Pokal mit sehrweißem, fein krystallifirten Salizin; Aubergier Opium, was nach dervon ihm erfundenen Jnzisionsmethode gewonnen worden war, und Lac-kukarium eingeliefert.

Drei Ultramarin - Fabrikanten hatten sich betheiligt: Guimct inB-on, der Erfinder, zeichnete sich durch die Reinheit der blauen Farbe;Zuber aus Rirheim durch die außerordentlich feine Vertheilung seinesPräparats aus. Sein violetter Ultramarin ist ein Gemenge mit Roth,sein grüner ungenügend, wie bei allen Anderen. Auch Curtial inGrenel hatte schöne Proben geschickt.