§. 61. Tschrima, Jute. 383
Bromptoii bei Northallerto». Ueberhanpt ist, abgesehen von der schwierigeren Ver-arbeitung, schon das Rohmaterial bis jetzt zn thener, nm größere Anwendung findenund so einen erheblichen Einfluß auf den Flachsinarkt und die Leinengewerbe aus-üben zu können.
Fasern einer andern Spezies der Nrtika — Ilrlioa siotoragli^Ila — waren unterünn Namen Neilgherry-Ressel von Neilgherry in Indien durch Nr. Wrigh t gesandt;1>e erschien kaum weniger wichtig in Hinsicht des schönen Ansehens, der Glätte undStärke der Faser, scheint aber nicht so reichlich erzeugt zn werden. Nr. Wrightrutstfahl außerdem der Aufmerksamkeit die von Madras eingegangene Faser der Rindeber ^errnm oder Oaloti'vpis Alanten, welche zn derselben Pflanzenfamilie gehören!ütl, wie die ckotoi! oder Jselopias tonacissima des Nr. Rorburgh, welche letztere unter^m Ranien PanZoaso von MadraS eingesandt war.
Fasern von der Norlunoria rlancUcans, einer der Grasklothpflanzc verwandtenSbezies, in zwei Qualitäten fertig zugerichtet, waren von Java, Nesselfasern inüktfchiedencn Verarbeitungsstufen unter dem Namen Dalli raml von Singapore ;twtir.-, tenacissinia unter der Bezeichnung Calvee-Hanf von Kalkutta und unter^n> Namen Rhea-Faser von Rnngpore und Asfam eingesandt; mit dieser sollü>e in Bengalen wachsende Knnchovra identisch sein und ebenfalls vorzügliche Ge-t»ebc liefern.
c. Int e, stachsartigcr Spinnstoff aus den Rinden des KorcboruS kam in zweiverschiedenen Arten zum Vorschein.
Inte von Lnrcstorns eagsnlaris, auch Ulünoso rceil genannt, obgleich wesentlichüvn dem Chinagras verschieden, ist oft mit demselben verwechselt und mit dem Ra-uben „Chinesisches Gras" bezeichnet worden.
Die Faser der Pflanze wird in Indien und in nicht unbedeutendem Maße inGroßbritannien znr Anfertigung von Geweben benutzt. Die Pflanze gehört zn derttamilie der Tiliaccen, welche sich durch die starke und nützliche Faser ihrer RindeAuszeichnet; die Linde gehört derselben Familie an. Von dem Geschlecht LoroliarimWerden von verschiedenen Autoren 36 SpczieS aufgezählt, deren Hauptfnndorte die^ropenländer der alten und neuen Welt sind. Der geschlechtliche Name (Koz-xc-pos)Unirde von den Alten znr Bezeichnung eines gewöhnlichen Küchenkrantcs (Kohlmnß-bstanze) angewandt, und besonders für das Geschlecht gebraucht, von welchem diegewöhnlichste und bekannteste Art (Korelwrns «litarins l,.) seine Anwendungu> der Küche fand, hauptsächlich bei den Jude» und daher sein Name OIns fnclai-nach Avieenna.
Die meisten Spezies dieses Geschlechts haben eine längliche oder schotenartigeGlicht (weshalb eine tlorelwrus sillgnosnü heißt); in den von den Herren HivesUnd Atkinson zu Leeds ausgestellten Mustern von Inte (KInneso reell) ist die Fruchtledoch beinahe kugelförmig und kapselartig, weshalb er den Namen Lorelwrns oaxsn-trägt.
Es ist eine jährige Pflanze und ein gewöhnliches Unkraut in Ostindien; in Benga-(»ach Dr. Rorbnrgh auch in China ) währeird der Regenzeit, der Faser ihrer6ndc wegen, woraus die Gnnnp oder Rcissäcke gemacht werden, viel gebauet.Rorburgh sagt, daß der Bengalische Name „Olilnalta gat" ist; nach Großbritannien U'ird sie ghee unter dem bekannten Namen Inte importirt. Nichtsdestoweniger be-^lnptet Ilr. Mac Culloch in seinem (lnmmcrclal üictionarp, Ausgabe von 1846,Inte aus den Fasern zweier Pflanzen bestehe, clionob und lsbnnel genannt, (lvr-^boruz olitnrins und Karclmrns capsnlaris. In Bengalen i>t der Jute das Mate-^'l, woraus alle Packstoffe bereitet werden. Die Faser steht beinahe so hoch im1"kise, atz Snnn (Ootularia jnncea) und »lacht Flachs, Werg und Heede Kon-urrenz in der Fabrikation von Treppen- und anderen Teppichen, Sackzeugen zumverpacken der rohen Baumwolle und anderen Waaren und Fabrikaten. Es ist Haupt-