384 IV. Klasse. Vegetabilische und thierische Stosse.
sächlich in Dnndee (Schottland ) verarbeitet zn dergleichen Zwecken. Der Inte kannnicht zu Seilwerk, Tauen und andern Artikeln, wozu Hanf verbraucht wird, ange-wendet werden, da die Faser reißt, wenn sie stark gedreht wird, und anch in: Masterfault. Das Jmportationsguantnm und die Preise haben sehr geschwankt in denletzten 18 Jahren. Von 1832 — 50 schwankte der Import in Dnndee zwischen(l830 Minimum) 16 Tonnen (20 Irnnstrost rrciAlits ä 112 Pfd.) und (1850) 14,000Tonnen. Als ein guter Mittelpreis mag 12 bis 15 Lstr. pr. Tonne angenommenwerden. Zur Zeit seiner ersten Jmportation nach England im I. 1815 war der Preisvon Inte 35 — 40 Lstr. pr. Tonne. Zn jener Zeit war er jedoch sehr wenig be-kannt und kam erst 1827 — 28 eigentlich in Gebrauch zur Fabrikation von Sackzengei»
Der Jute von Loreüorus nlltnrlus 7.., im Ursprungslands kant oder 8»nclreekaat genannt, befand sich in drei Varietäten ans Rnngpore im Distrikt Moorschedabadund aus Bengalen in der Ostindischcn Abtheilung ausgestellt.
Fabrikate daraus, namentlich Treppen-Tcppiche, Matrazzenzenge, Taue undStricke, zeigten Alerander I. Warben zu Dnndee und Andere.
Der vom Sektionskonimittee ausgestellte Jndia-Inte-Hanf war grobanssehrnd,von Heller Farbe und lang.
Die Juten von Jameson und Comp. zu Hüll, waren zum Preise von 10 bis17 Lstr. pr. Tonne angegeben.
Der Inte läßt sich sowohl in parallele Fäden kämmen wie der Flachs, als auchkartätschen wie Baumwolle; er nimmt die Farbe gut an. Dem vorerwähnten Herr»Claußen ist gelungen, ihn zn bleichen, wo ein ähnliches Verfahren, wie bei seinerFlachsbanmwolle beobachtet werden soll; der so gebleichte Jute glänzt schon.
Früher hatte die Ostindische Kompanie in London ein besonderes Magazin un-ter dem Namen „8unn anst kaut" für diesen Artikel und für damit verwandte Sun».
st. Fäden der inOstindien wachsenden binsenartigcn Klapperschote (stanapum,Oatalaria funcea l,. bei den Hindu 8nnn).
Anch diese letztere war aus Kalkntta, Bombay und Coimbatvre und durch dasSektionskommittöe ans Kalkntta und Madras auf der Ausstellung. Dieser schöne,geschmeidige, starke, aber nur 4^ Fuß lange, hanfartige Spinnstoff erschien als einerder wichtigsten der nenhervorgetrctcnen Spinnstoffe, und wurde geäußert, daß Sun»und Jute leicht bei manchen Stoffen die Baumwolle und den Hans verdrängen könnten.
e. Die Stengel mehrerer Eibischartcn liefern schone, feste, glänzende Fäden,aus welchen Seilerarbeiten, Papier, aber auch Gewebe und Strümpfe gefertigt wer-den. Der Spanische Kommissar hatte Stricke und Garn von einer Art desselben,welche er (II>biseu8 cmmabmus 7,.) Indischen Hanf und Senegal Hanf nannte, undwelche nach seiner Angabe in dem botanischen Garten in der Havanna akklimatisirtist, ausgestellt.
Anch uns Ostindien war lliblsens c-mnistumw unter den Namen brauner In-discher Hans, tUrilmri, ^mbaro und kalnnge», nebst daraus gedrehten Stricken vonCoimbatore eingesendet. Er ist stark und braun von Farbe. Der brorvn Insti» Iwmp 'von Bombay war sehr unrein und grob, aber in der bedeutenden Länge von 7 Fnß.Faser von Illluscns strietuv und 8alu!aiistä war ans Ilr. Rorbnrglss IndischerSammlnng da.
k. Esp arto ist der Name, welchen man in Spanien den krantartigen Stengelndes Spartograses, Naeroelckaa tommelsslma lluntb, einer dort auf trocknen Land-strichen wachsende» Art Psricmgrases giebt; ^) man gebraucht dessen Fasern zumFlechten von Matten, Sandalen und Seilerwaaren; die seinen Fasern können auchzum Verspinnen und die ganze Masse im teichartigen Zustande zur Bereitung vonPapier und Steinpappe gebraucht werden. Man unterschied unter den eingesendete»Proben die in den Provinzen Hnesca und Murcia ziemlich verbreiteten geringeren