§. 61. Spinnstoffe aus Baumstämmen, Zweigen und Rinden. 385
Sorten, deren erstere zu 2 Realen für die Arroba, die andere zu 3 — 84 Francssür die Last von 6 Aeroben verkauft werden; die sehr feinen Esparten von Almeria >"aren zu 4 Realen tarifirt. Das in den 1780er und 1700er Jahren in Spanien be-standene Ausfuhrverbot hat aufgehört.
H- Spinnstoffe aus Banmstäinmen, Z w e i g e n u n d Ri n d e n.
». Gewebe von Fäden aus den Bastrinden junger Zweige des Brodfrucht-baumes (^itocargns I,.), bei den Eingebornen Majore oder Uru genannt, so wiebon der inneren Rinde des karitinm tiliaceuin 8 t. Ilil. und von der Rinde der^ronssonetia ^azi^rikora Vent. waren von den Gesellschastsinseln eingesendet unddabei bemerkt, daß diese Rinden, nachdem sie drei bis vier Wochen aufgehängt undd°r Einwirkung des nächtlichen Thaues ausgesetzt gewesen seien, untermischt und mitsteinernen und hölzernen Schlägeln bis zum nöthigen Grade der Feinheit und Weicheberarbeitet würden.
0. Der Spanische Kommissar, der durch sein Werk über die Insel Kuba be-rühmte Herr De la Sagra, hatte während seines langen Aufenthalts auf dieser Inseldr° Kultur und Benutzung verschiedener Faserpstauzen, namentlich monocotyledonischerEmpfohlen. Er hatte in dieser Beziehung unter Anderem auf die verschiedenen Spe-ists der Gattung ievnrcrr>)m, welche auch brauchbare Spinnstoffe liefern, auf kmi-ciztmii Von. und auf den eigenthümlichen Faserstoff vom Innern des Baum-stmniiies der ImAetta lintearia Imm. (stois üeiitclle) der Insel Kuba hingewiesen unddroben derselben, von dem letzten auch Stricke und Matten, ausgestellt.
e. Fasern vom Stamme des Adams- oder ParadiesfeigenbanmeS, auchBanane genannt (Lnsa sagieiitum, Nusa zmi-ulisiaca L.), in ihrem rohen Zustande,staren eingesendet von Vincis zu Puertorieo in Spanien , wo sie an der südlichen^üfte akklimatisirt ist, auch von Singapore und Madras. Der auch auf der Afrikanischen ^oldküste in Britisch Gniana, auf den Philippinen, wo die Oekonomische Ge-sellschaft sich durch eine mannigfaltige Sendung von Faserstoffen zeigte, auf denmitillen, Caycnne n. A. wachsende Bananenbaum enthält vom Stamme bis zumÄußersten Ende der Blätter eine große Menge spinnbarer Fasern, deren auch von^u erstgenannten beiden Kolonien ausgestellt sind; die von Britisch Gniana undm>dien ausgestellten Fasern anderer Musaarten (kl-mtain-Idistres) könnten, wenn sieAbsatz fänden, in den größten Massen geliefert werden. Denn es ist erwiesen, daßUstm von einem Morgen jährlich 600 Pfd. solche Fasern bekommen könnte.
Der Hanf von Manilla (Uns» toxtilis Hees) nimmt wohl den ersten RangUnter allen Hanfarten, wenn man ihn dazu zählen Will, ein. Derselbe, vom Sektions-"uiniittöe des Pflanzenreichs u. A. ausgestellt, ist weiß und sehr stark, obgleich nicht^schmeidig, sondern mehr struppig, dem Pferdehaar ähnlich; er ist lang, rein, dauer-üuster als unsere Hanfarten, und verarbeitet sich, obgleich nicht leicht, doch mit ge-nügen, Abfall. Manilla-Hanf wird gewöhnlich ungetheert zu feinem Strickwerkbenutzt.
Ausa textilis, von den Philippinen nach Kalkutta verpflanzt und dort gezogen,^ar aus der Sammlung des verstorbenen vr. Rorburgh ausgestellt.
III. Spinnstoffe aus Blättern.
, Fasern von 8 -ms°vi»a plannn, unter verschiedenen Namen, insbesonderekEtrinz-lwmp (Bogensehiieuhanf) und «»->->!, sonst auch Uovrva8 -nannt, war in der Indischen Abtheilung eingesandt von Cuttak von Malabar, vonMadras und Coimbatore . Man gewinnt diesen hanfartigen Stoff, indem man jedesVlM in frischem Wasser mit einem Messer abschabt nnd die Faser von den anderntheilen trennt; andere Versahrnngsarten schaden der Stärke der Faser. Man ge-
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