8- 61. Spinnstoffe aus Früchten und Blüthen.
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k- Neuseeländischer Flachs, auch Silberhanf und-Amerikanischer Hanf genannt(IRorminm tenax barster), eine dnrcki Cook's Reise zuerst bekannt gewordene, vonden Südseeinseln nach anderwärts, selbst nach den Britischen Inseln verbreitete Pflanze,Enthält in ihren mannshohen und 4 Zoll breiten Blättern sehr feste, schön gelbliche,lenzende, gewöhnlich grobe und harte Fasern, von welchen gute Proben, auch schöngeeinigt in verschiedenen Stadien der Bearbeitung, durch Donlan in Hainmersmith,^re nt und Comp. znOldford und durch das Sektionskommittöe ausgestellt waren.
Gilman zu Twickenham, Agent für den Häuptling Ta o Nur, brachte Probend°n klwrmium tenax, unter den von den Neuseeländern angewandten Bereitnngsar-in den verschiedenen Stadien. Die ganz groben Sorten haben kaum einen koin-werri^llen oder industriellen Werth; es giebt auch feinere Varietäten, die in gutemZusehen stehen. Es wird daraus auch Segeltuch gewebt, und neben dem Inte er-scheint dieser Stoff sehr wichtig. Er ist strohgelb, grob und steif, hart im Anfühlenä»d war wohl wegen der Aehnlichkeit in der Bereitung und in den davon gefertig-te linnenartigcn Stoffen, wegen deren er auch den Namen trägt, unter den vorge-keimten Flachsen aufgestellt. Tre nt und Comp. zeigten auch die Anwendung desAbfalls zu gute» Fischleincn, ein nicht unwichtiges Resultat.
Z- Aus Indien (Madras ) kam Ejow oder schwarze Gumuttifiber, präpa-tt von dem haarigen Ueberzuge der Gumutti-Palme Xrrnga saccliarikora, worausvorzügliches Tanwerk und Matten geinacht werden.
IV. Spinnstoffe anS Früchten und Blüthen,a. Kokosnußfaser (6oir).
Varsham I. Kingston-on-Thames, Erfinder und Fabrikant, Kokosnuß-^str, j» natürlichem Zustande und fabrizirt; auch Indien n. A. sandten dergleichen.
Dies Material wird aus der Leifel der Kokosnuß gewonnen, und bildet einenÖffentlichen Theil der Frucht, analog der fleischigen Umgebung des Pfirsichs. Seitange hex wird es im Morgcnlande zum Seilspinnen verwendet, und der Gebrauchtt gezeigt, daß die Eigenschaft desselben einer hohen Beachtung werth ist. Man^Nnt es „Lnir" (Fleisch). Ehe Menschen den Nutzen desselben kannten, wurde esbefiederten Geschöpfen entdeckt, indem verschiedene ausländische Vogel, welche^ängenestec bauen, die Kokosnnßfaser dazu verwenden. Will man dieselbe gewinnen,ns wird die Nuß, bevor sie ganz reif ist, abgeschnitten. Nach den Angaben des Herrn^ffhall kaun ein Mann an einem Tage 1000 Nüsse von der Leifel sondern, indem^ sie auf die Spitze eines im Boden befestigten eisernen oder hölzernen Spielers^fschlägt. Nachdem sie mehrere Monat in Wasser erweicht worden und mit einemDecken hölzernen Schlägel aus einem Steine geklopft ist, wird der faserige Theil der^ffel mit der Hand abgesondert und gereinigt. Die Fasern werden sodann zu Garn^spönnen. Sie besitzen eine große Elastizität und Stärke.
Die Küsten der Insel Ceylon, von wo dieser Faserstoff ebenfalls ausgestellt war,schalten einige Millionen Kokospalmen und jede trägt jährlich 50 bis 100 Nüsse,ffeder Theil dieses Baumes und seiner Fruchte kann zu nützlichen Zwecken verwandtwerden, und er liefert Früchte zu jeder Jahreszeit; die geschlossene Knospe, dieBlüthe, die unreife Frucht in allen Stadien des Fortganges bis zur Reife findet sich^'gleich ^f dem Baume im fortgesetzten Laufe seines Wachsthums.
Der Stamm dieses Baumes liefert einen Saft, der, wenn man ihn gähren läßtdestillirt, eine der besten Arten Arrack liefert. Die faserige Schale, welche dieumgiebt, verarbeitet man in Seile, Teppiche und eine Menge anderer Gegenstände.^ Mannigfaltige Erzeugnisse dieses nützlichen Faserstoffes, Matten, Matratzenzeuge,Etliche, Flechtwerke und seine Zeuge fanden sich bei 6 Britischen Ausstellern der„nd XXVIII. Klasse.
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