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Erster Theil.
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401
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§. 63. Oelfrüchte, Pflanzenfette und Brennöle. 401

Unbeachtet darf dabei nicht bleiben, daß das Stroh dieser Oelfrüchte^eder zum Einstreuen noch zum Futtern (s. oben S. 365) sich eignet,daß mithin der Bau dieser Oelfrüchte einen Rückgang des Düngerge-halts mit sich bringt, und folglich mit einer solchen Ausdehnung desOelfruchtbaues ein Ersatz der abgehenden Bodenkraft durch Verstär-kung und Vermehrung der Dungmittel Hand in Hand gehen muß.Insbesondere ist es zu wünschen, daß die Oelkuchen, ein schätzbaresNebenprodukt der Oelmüllerei, von welchen gegenwärtig (unter Ein-wirkung des an Stelle des Oelschlageö für Rechnung der Landwirthewnzentrirten Betriebs der Oelfabrikation in größeren Dampf- undRaffer-Oelmühlen) nach dem Durchschnitt pro 18Z jährlich 414,319^ir. oom Zollverein nach dem Auslande verkauft werden, mehr behufsFütterung und Düngung an den Produzenten zurückkehren.

Auch eine Verstärkung der Oelfabrikation unter Aneignung derNeuesten mechanischen Verbesserungen in diesem wichtigen IndustriezweigeUnd größerer Aufmerksamkeit der Oelfabrikanten auf die besten und er-giebigsten Materialien, erscheint in hohem Grade wünschenswerth.

Die Gesellschaft zur Beförderung der Künste und nützlichen Ge-werbe in Hamburg hat unlängst eine vergleichende Prüfung der Leucht-est der zur Zimmerbeleuchtung geeigneten Materialien im Verhältniß»u ihren Preisen veranstaltet.

Die Lichthelle einer Normal-Wachskerze kostet während 12 Stun-den: für die Gasflamme 3,83 Pfennige, für die Camphinelampe 6,80 Pf,sür die Carcel-Oellampe 9,28 Pf, für die Normal-Wachskerze 82,80 Pf.

Obige Erleuchtungsarten würden sich zur Hcrvorbringung einerUnd derselben Aichthelle hinsichtlich des Kostenpunktes also verhalten, wieGas: 16, Camphine: 29, Oel: 39, Wachskerzen: 346.

Die Camphinelampen gaben ein Helles, schönes, durchaus weißes^icht, und es findet nach weiter angestellten Versuchen im täglichenGebrauch kein übler Geruch dabei statt. Auch hat es sich herausge-^llt, daß eine besonders sorgfältige Behandlung der Lampe, namentlich9maues Abschneiden des Dochtes, Entleeren der Lampe w., wie solches^ei Anwendung der älteren Camphine erforderlich war, bei der zur Un-wrsuchnng angewandten Camphine neuerer Fabrikation durchaus nichtUnumgänglich nothwendig sich zeigte.

Das weniger günstige Resultat hinsichtlich des Kostenpreises bei^ Carcel-Oellampe bessert sich bei mäßigeren Oelpreisen, denn es warden vergleichenden Untersuchungen der zur Zeit hohe Oelpreis vonb Schilling Hamburgisch für das Pfund zu Grunde gelegt/)

Hinsichtlich des Kostenpunktes ist die Beleuchtung mit Wachskerzenentschieden unvortheilhasteste, dagegen dürfte nächst dem, nach seinerNerwendungsart von vielen Zwecken ausgeschlossenen Steinkohlengase dasEteinkohlenöl das vortheilhasteste sein.

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