Band 
Erster Theil.
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IV. Klasse. Vegetabilische und thierische Stoffe.

Nach mündlicher Mittheilung des Herrn Pusey bei unserem Besuche zu Pu-seyhouse in Berkshire , wo Referent sich seiner schätzbaren Belehrung dankbar erfreute,wurde dort auf Waizenland im Februar Soda und Guano gemischt, 6 Bushel perAcre, mit gutem Erfolge ausgestreut. Auch wendet man dort Nitrate von Soda,mit Kochsalz gemischt, für Getraide, und sauren Phosphorsauren Kalk aus dekom-ponirten Knochen für Futterkräuter an, wobei man sich der Düngerstreuer bedient.

") Mittheilung der Vorstände der beiden landwirthschaftlichen Central-Vereineder Regierungsbezirke Potsdam und Frankfurt a. d. O. vorn 18. Januar 1882. Vor-kehrung ist getroffen, daß bei dem Chemiker Sonnenschein in Berlin zuverlässig^Probe-Analysen der zum Verkauf angebotenen Guanosorten, bei denen Verfälschun-gen allerdings in Deutschland mehrfach vorgekommen, angestellt, und ihr Ammoniak-gehalt festgestellt werden kann.

°) Rrmt's Ilanäboolc S. 152. Bericht von Payen über die Fabrikation undAnwendung voir künstlichem Dünger in England, s. Zeitschr. des Nieder-Oesterreich-Gewerbevereins 1851, S. 211, s. auch polytechn. Journal. Zlcclii, Lxgei-ience inDrainage, London Longmann 1848, S. 8K empfiehlt reichliche Knochendüngnng Nistund ohne Säuren für Wurzelbau und Futtergewächse: ddie Knochen in unsermFett- und Milchvieh kosten uns 5 Pence (4 Sgr.) das Pfd. oder 45 Lstrl. die Tonne;wir können sie durch Knochenmehl, welches uns nur 7 Lstrl. die Tonne kostet,ersetzen. "

Die Salzdüngung faud Referent noch stark, nämlich mit 4 — 8 Bushel aufden Acre Waizenland, angewendet in der Musterwirthschaft des Herrn Mecchi zu Tipstreehall bei Calvedon in Ester , dagegen bemerkte Herr Pusey, das Salz sei nur beiMoorland anräthlich.

') Der Preis der Phosphate wurde zu 7 Lstrl. die Tonne angegeben. Auch mitNatron von Trinidad wird von Herrn Pusey jetzt gedüngt.

b) S. den vorangeführten Bericht von Payen. Vorzügliche Schweineställe dieserArt sah Referent aus der Musterwirthschaft des Herrn Mecchi: derselbe läßt keinStroh unterstreuen und will den Stalldünger trocken aufgebracht wissen, vergl. Lx-perience, S. 86.

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Hölzer, Fourniere, Resonanzholz.

I. Rohe Hölzer.

Die Mannigfaltigkeit der aus allen Erdtheilen zusammengebrachten Holzartenwar sehr groß. Viele derselben sind schon jetzt in Gebrauch, andere verdienen be-nutzt zu werden und versprechen eine Erweiterung des den holzverarbeitenden Ge-werben zu Gebote stehenden Vorrathes. Ob dies bei einer neuen Holzart der Falksei, darüber entscheiden nicht allein ihre natürlichen Eigenschaften, denn es kommtauch darauf an, ob sie in genügender Menge vorhanden ist und fortdauernd um mä-ßige Preise erlangt werden kann. Aber auch die Eigenschaften lasten sich aus dembloßen Anblick nicht vollständig erkennen. Hat man die glatt geschliffene Fläche vorsich, so vermag man zwar die Feinheit des Fasergesüges und einigermaßen die Härtezu beurtheilen, aber die Dauerhaftigkeit ergiebt sich nur bei längerem Gebrauch, sswie auch der genaue Grad von Härte und Schwierigkeit der Bearbeitung nicht mstdem Auge wahrzunehmen ist. Deshalb war die Ausstellung der großen Anzahl vonHolzprvbrn, neben ihrem botanischen und geographischen Interesse, in gewerbliche