418 IV. Klasse. Vegetabilische lind thierische Stosse.
Aus Montreal in Kanada sandten Reed und Meakins Planten von Kirschen-",Birken-. Fichten-. Bitternußholz, geäderten und gemaserten Ahorn.
Aus Frankreich sandte St. Uberg zu Tarbes in den obern Pyrenäen 84 Pro-ben dort einheimischer, zur Kunst-Tischlerei vorgerichteter Hölzer.
Aus Toskana brachte das technologische Institut eine Sammlung von Werk-und Drechslerhölzern.
Bei der großen Liebhaberei, welche die Engländer der höheren Stände für dasDrechseln haben, und bei den bedeutenden Mitteln, welche namentlich von wohlh"'benden Männern auf dem Lande hierauf verwendet werden, ist die Fertigung be"Drehbänke und die Lieferung der Drechslerhölzer dort eine wichtige Sache. Währendin Deutschland hauptsächlich nur inländische Hölzer, wie Eichen-, Ahorn-, Birnbaum-,Buchsbaum-, Pflaumen-, Tannenholz hierzu verwendet werden, dehnt der Engländerseine Liebhaberei auf alle geeigneten, auch die kostbarsten Holzgattnngen der ganze"Welt aus.
Am höchsten steht für diesen Zweck solches Holz, welches sich gerade und regel-mäßig spalten läßt, und welches bei ziemlicher Festigkeit, eine» besondern Grad vo»Sprödigkeit besitzt. Es muß gehörig zugeschnitten und getrocknet sein, welches letzterenicht selten auch im Backofen geschieht. Bei diesen Eigenschaften sind auch kleineund unregelmäßige Stücke von Werth.
Von allen Publikationen, welche in England neuerdings über mechanische Künsteerschienen, können sich wenige mit des verstorbenen Holzapfels Werk über Drechselemessen; hinsichts der Ausarbeitung im Einzelnen, der reichen Illustrationen, belehrrenden Vergleichungen und Hinweisungen kann gesagt werden, daß es den Gegenstand,über welchen es handelt, erschöpft.
IV. Fournie r e.
Durch das Fourniere»,^) welches darin besteht, dünne Holzblätter, die mittelstder Hand oder der Sägemaschine geschnitten sind, mit Brettern oder Hölzern gerin-geren Werthes zu verleimen, können große Flächen mit einer verhältnismäßig gerin-gen Quantität der seltensten und schönsten Zierhölzer belegt werden.
Schöne Fourniere von Nnßbanm und Polisander (Rosenholz) zeigten Scottund Comp. aus London .
Gebrüd'er Andre zu Hirschhorn am Reckar, Eigenthümer einer MaschinenFournierschneiderei, zeigten schöne Muster von seinen Nußbaum-FonrnierenOdenwaldcrholz, der Preis für den Hessischen Qnadratfnß (^Quadratmeter) warfür die verschiedenen Sorten zu 4, 6, 8 und 12 Kreuzer angegeben.
Prale und Ballheimer aus Hamburg zeigten Mahagoni-Fourniere, 54 Blattaus 3 Engt. Zoll, die 54 Blatt zu WO Thaler.
A. Ducci aus Florenz zeigte eine Anwendung der Marketterie mit Wallnuß-Fournieren auf Ecken,, ohne das Holz zu zerschneiden, durch ein schönes Modell.
Auch von Belgien , Frankreich , Algerien , Kanada , den vereinigten Staaten »"dVandiemensland waren Fourniere eingesandt.
V. R eso n a n z h ö lz er,
0 Fuß 5 Zoll Bahr. laug und 8 Fuß 17 Zoll breit zu Piano's, aus den Bayern schen Staatswaldungen, ausgezeichnet wegen Schönheit des Holzes, Gleichjährigkestund Reinheit des Tones, sandte Jakob Hensteh aus Lindberg bei Zwisel ""Bayerischen Landgericht Regen.
') Sie sollten nach dem Register im letzten Bande des illuftr. Kat. die Nr. lltOder IV. Klaffe tragen, allein in dem Verzeichnis dieser Klasse fehlt diese Nuinnw"