8» 69. Trockene Harze, Gummi- und Schleim-Harze. 431
bei weitem vorzuziehen, da ersteres zerreibticher und weniger kompakt, harzhaltig und reinest, als letzteres. Da es ein theurer Artikel ist, so giebt er vielen Anreiz zu Verfälschungen.^>ele seiner Bestandtheile lösen sich, wie Gnuuni, im Master, oder knistern im Feuer, ohnei'ch M entzünden, wogegen das ächte Drachenblnt schnell schmilzt und flammt, undwässerige Flüssigkeiten kaum auf dasselbe einwirke». Es wird häufig mit Kino-Gummi^wechselt; bei einiger Aufmerksamkeit ist der Unterschied aber leicht zu entdecken.
den Jahren 1847 — 1848 oder 1848 — 1849 fand keine Einfuhr Statt; in>849 — 1850 wurden jedoch 386 Pfund nach Bombay ein- und nach mehreren Orten^»diens ausgeführt.
Benzol' oder wohlriechender Asand (Uen/.vinnm), wird aus dem Stamme desOstindien und Siam, auf Java, Sumatra, Borneo wachsenden echten Benzol-baumes (8t)-r!,x Uonrain) gewonnen. Ausgestellt war es in schönen Proben ausMalabar, Canara und Sumatra . In Malabar wird es in einer Weise prodnzirt,trüber man noch keine völlige Aufklärung hat erlangen können.
Der Ostindische oder eigentlich Afrikanische Kopal stammt von 4>acll)-Iobiiim^aouemmmiauum, ra»samhic«nim und T. Nartiimuui; der Amerikanische vonUzunenaea Uonibaoil und Itluos copailina. Der Indische und Afrikanische, obschon^ gewöhnlich eine gelbere Farbe, als der Amerikanische hat, wird am meisten geschätzt,^tr Amerikanische, von Kim» onpalliim, kommt gewöhnlich in größeren Stücken, dieälcht selten das Gepräge einer vorangegangenen Bearbeitung an sich tragen, imHandel vor. Der Kopal ist eins der nützlichsten und kostbarsten, hauptsächlich zufirnissen verwendeten Hartharze. Auf der Ausstellung sah man ihn aus Portugal von^ R. Batalha; auch aus Bombay, wohin er aus dem Persischen und ArabischenMeerbusen eingeführt und hauptsächlich nach Europa wieder ausgeführt wird; Ost-"Kischer Kopal, aus Malabar und Canara; daraus gefertigte Kopalsirnisse für Pracht-Nnd Eisenbahnwagen und für Wohnungen, von Reusens in Antwerpen ausgestellt.
biuMilam (Vatica tnmbuMaia). aus Canara und Vizagapatam. Harz des^endoo, eine Art des Ebenbaumes (Oiosp^ro«), welcher in seinem Kerne das schwarze,pichte, bei seiner Verbrennung wohlriechende Ebenholz erzeugt, aus Rajpootanah;sta-VIwvn-i, aus Affam. ,
Von den zur Siegellack-Fabrikation geeigneten Harzen fanden sich mehrere Sor-Kauri- oder Cowdee-Harz, ein in Neuseeland von dem schönen großen Kauri-l»lme sklnnü Hanoi oder Oammaoa anstralis) gewonnenes, zum Theil milchweißes,Theil bernsteingelbes und braunes Hartharz, etwa in der Mitte zwischen Kolo-phonium und Kopal stehend, hatte W. Brown aus Neuseeland in vorzüglicher Güte^"gesandt; es wird zu Siegellacken nnd Firnissen gebraucht und kann, wie angegebenUrde, in jeder Menge aus dem nördlichen Theile von Neuseeland von M Meilenüblich von Aukland bis znm Nordkap bezogen werden.
Ueber die durch Insekten entstehenden Lackharze werden wir unten bei den thie-mchen Erzeugnissen (H. 77) berichten.
III. Die Gummiharze oder Schleimharze sind natürliche Gemische vonGummi und meistens auch von ätherischem Oel: sie stießen als weiße oderÜefärbte Milchsäfte aus den Stämmen, Zweigen, Blättern nnd Wurzeln vieler Be-stUabilie» und erhärten an der Luft. Die meisten dienen znm medizinischen Gebrauch""d zum Räuchern, nur wenige in den Gewerben.
Von den aromatischen Harzen ist des Olibanums zu erwähnen, das in IndienWeihrauch gebraucht wird. Dasjenige, welches in Indien gewonnen wird,ollunt von der Uoürvollia tlnioikdoa her, während das aus Afrika eingeführte wahr-^tinlich>das Erzcugniß von llmnperns glwemcoa nnd 4. tbnrikooa jst.
Ausgestellt war Olibanum (8alok Zouä), Loban (kosn-ollla tstuoikors) vonhota Nagpore, von Aden und von der Somali-Küste.