§. 71. Aethensche Oele und Essenzen.
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aus Mandeln und Ananas unter dem Namen Mandel- und Ananas-Essenz
Zugesandt.
Besonders interessant war die reiche Sammlung wohlriechender Oele, mit wel-chen die Ostindischc Kompanie die Ausstellung bereichert hatte.
Aetherisches Rosenöl (Otto oder ^.tr „k rose«, von der Kosa ^lamlnltkera), und'«>t den,selben feines Roscnwasscr von Godsrey, aus Ghazeepvre und aus Rajpoo-"ua, auch eingesandt durch den Najah von Kotah und den Nasal) von Jeyporc.
Grasöl (^u'lropoZnn Llartini), aus Malva; I-emnn Mass- oder Sini-Oel,"us dem inneren Indien, aus Sumatra und aus Ceylon: Iwmon-Orass-Oil ist das"»ter dem Namen Kssonce üe Verveine von Sndfrankrcich aus viel versandte äthe-^sche Oel, aus einer in Ostindien wachsenden Vcrbena-Art. Dies Grasöl wird inssugland häufig, wiewohl irrthümlich, 8i>iI<enarä-Oel genannt. Es ist von seinem,oMerlichx,, citrvncnähnlichen Parfüm. Wahrscheinlich rühren alle diese Essenzen vonAcn der längst bekannten Gattung -Vnstrugngon her, doch ist es ohne EinsendungMhcntischxr Ercmplare dieser Pflanzen aus jedem Orte nicht möglich, sie genau zustimmen. Es ist wahrscheinlich, daß eine derselben das süße Mohr oder der Kal-'"us der heiligen Schrift ist 0.
Rägelein-Oel (Olenm ear)-opI,Moimm), von 6ar)-ogN)ckl,is aroinaticus, ausMadras und Ceylon; Kajepnt-Oel, lta^a gatel,, von Llelalenea Lasepntl, aus Ma-^ ^ und Ceylon; Sandelholz-Oel, OlrcnNannm (Del.), 8n,»1ana /ennai (8antalnmaus Mangalnr und Canara: Sandelholz-Oel ist aus dem gelben San-^"tvlz bereitet, und von balsamartiger, dicker Konsistenz; es hat einen sehr starken^'Uch i„,d unrd namentlich in China hoch geschätzt. ,
ssetMe-Oel (kanüsnns oäoratissimns), aus Rajpootaua; Kittel,ee, Ilttnr Kliern,der gründvrnigcn, wcißblühenden Pandange; Ilttur Klmtleee, von der grün-^nrgen, gclbblühcnden Pandange (I'antlanus oüoratissimns), aus Rajpootaua;8tzur oder Oel aus Aloeholz, aus Nepal ; zusammengesetztes Oel aus Alocholz,Rajpootaua; festes Oel aus Aloeholz aus Gasipur.
. Sandelt) olz-Oel und die Essenz der Ketgoe oder Koora (I'andanus ostoratis-sind im Orient hoch geschätzt, eben so dasjenige, welches aus derllZAur, oder8>la und Hiiia, dem Aloeholz der heiligen Schrift^), bereitet wird. Diesen sindmehrere feste Oele aus den Molnkken, sowie auch wohlriechende Oele ausvazceporc beizuzählen. Letztere sind Lösungen der wohlriechenden Theile in den"Nieren streu Oelen.
^ Indischer Kanipher, gewöhnlich Laros-Kampher genannt, aus Sumatra und°uieo, hoch geschätzt in China , von dem man irrthümlich behauptet, daß er zur^uchsverbcssernng des Chinesischen Kamphers benutzt werde; das Ausgestellte ist^ Borneo über Singapore beschafft worden. Diese Art, welche in kleinen festenneben in dem Holze des Oipteroearpus Or)-obaIanops gefunden wurde, wird von^ Chinesen so hoch geschätzt, daß sie ihn zu einem weit höheren Preise einkaufen,sie ihren eigenen gereinigten Kanipher veräußern, obgleich Europäer nicht finden,er in irgend einer Art besser ist. Nicht zu verwechseln damit ist das Kampher-7^ ' ein flüssiges Nebenprodukt bei der Rektifikation des Kamphers, was znr Be-^chtung angewendet wird und außerordentlich billig ist.
^ Mim, IlMur, Adler- oder Aloeholz, aus Sumatra und Malakka :
snlrouaogo, bzlcliur und .Igtamansi, iblarstnstacbz-s ckatainanst, beides zu Parsüme-verwendet, aus dem Himalaya -Gebirge. Das interessante Ka)-n Aaru oders^Ia-Ho)^ ck,jMui,i nloös, und das in den Handel kommende Oalambaic-Holz, wel-in Sumatra und Malakka , sowie in Silhet wächst, waren wegen ihrer flüchtigench.. ""^gestellt. Letzteres ist als ^gnilaria LMlioclia koxbni'KÜ, von dem AutorIkinen „Illustrattons ok tl,e Iltmala/an Lotsn)," abgebildet worden. Das Ma-