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IV. Klasse. Vegetabilische und thierische Stosse.
Mutterschafes der Hochlands-Rape, eine» interessanten Ueberblick über die verschiede-nen Richtungen der Britischen Wollproduktion.
Während bei unserer Zucht der feinen und feinsten Schafstänime die Fleisch-erzeugung in den Hintergrund tritt, verfolgen die Engländer beide Zwecke gleich leb-haft und produziren eine zwar nicht feine, aber doch überaus werthvolle Kammwolle,die besonders zn den nirgends fehlenden Teppichen in großer Quantität verwendetwird. Die Versuche zur Züchtung von feinen Merinv's sind, wie die Wollproben inder Ausstellung, sowie die bei der Thierschau zn Windsor prodnzirten Thiere ergaben,keinesweges glücklich zn nennen. So wenig nun in dieser Hinsicht von Englandfür den Deutschen Wollabsatz zu fürchten ist, um so mehr
ü. von den Englischen Kolonien in Afrika und Australien. Vom Kapder guten Hoffnung waren 2, von Nensüdwalcs 4, von Neuseeland l, von Bandst*mensland 6 Wollanösteller aufgetreten. Das Kapital und die Beharrlichkeit derEngländer hat hier, binnen wenigen Jahren, große Erfolge erreicht und fast möchte'mau glauben, daß der fünfte Wclttheil i» Zukunft der Haupt-Lieferant der Tuch-wollen werden wird. Es ist hierbei nicht allein die »»gemein schnelle Vermehrungder Quantität zu bewundern, welche jenes Land auf den Markt bringt, sondern auchdie schnell fortschreitende Verbesserung der Qualität. Bald werden die Maschinen,um die Wolle von Kletten zn reinigen, für die Australischen Wollen nicht mehr nö-thig sein. Der Blick auf die Australische Wollproduktivn sollte unsere Schafzüchst"mahnen, nicht still zn stehen, sondern unablässig darnach zn streben, daß Wollreich*thunl sich mit Ansgeglichcnheit, Kraft, Feinheit und regelmäßigem Bau immer mehrvereinigen und zum allgemeinen Eigenthum ihrer Heerden werden. Nur das Voll*kommenste wird seinen Werth behaupte»'und siegreich jede Konkurrenz bestehe».
r. Die Spanischen Wollen, durch 7 Aussteller vertreten, zeugten von der»Verfalle der einst in diesem Lande blühenden Schafzucht. Das Monopol der Mesta,welches den Heerden gestattete, das Land von Nord nach Süd zn durchziehen, ist ab-geschafft; über noch für keinen genügenden Erfolg durch eine rationelle Bewirth*schaftnng gesorgt. Allerdings gab es auch immer Heerden, welche von der Mest»keinen Gebrauch machten; allein die Leiden innerer Kriege, welche Spanien st^länger als vierzig Jahren'verwüsteten, haben auch hier nur Rückschritte hervorge*rufen und wenigstens keinen der Fortschritte zugelassen, welche die übrige Welt gc*macht hat. Bleibt Rnhe und Ordnung in diesem Lande dauernd befestigt, so wirbes auch bald in der Wollprodnktion einen hoher» Standpunkt erreichen. D- Just"Hernandez zn Madrid sandte vorzügliche schwarze und weiße Wolle von Sala*manea. Portugal sandte 18 Wollproben.
ü. Frankreich hatte 28 Wollanssteller, darunter einige sehr schöne Wolle»geliefert, namentlich behauptet die Heerde von Naz durch das eingesandte Fließ, th^jalten bewährten Ruhm. Der General Girod de L'Ain, Besitzer von Chevry bUGer sandte ein Fließ seiner von den Nazer Merino's abstammenden StanimschäftrU-Die Chevry-Heerde, ihrem Ursprünge nach von reinem Merino -Stamm, wurde 1?0Sbegründet und hat seitdem unausgesetzt zahlreiche Znchtböcke und Schaafe nicht all«»nach Frankreich, sondern auch nach Württemberg , Oesterreich, Ungarn, der Krimi»'Schweden, den Plata-Staaten und selbst nach den Englischen BesitzungenAustralien geliefert. Elize Lefevre zn Gevrolle (6Lte (>'0r) sandte auchFließe; die National-Stammschäferei zn Rambouillet im Departement de>-Seine und Oise, Proben ächter Merinowolle; auch Fr. Richer zu Gouvir (6»vaüos) zwei schöne zweijährige Bockfließe. Eine merkwürdig seine und wie Setglänzende Wolle war durch Jean Louis Granr zu Mauchamp, Gemeinde Jn»^court bei Berry-en-bac im Departement de lÄisne erzeugt worden: So schön b»Produkt war, so erschien es doch als eine Abnormität, da zugestanden wurde, b»"