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Erster Theil.
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IV. Klasse. Vegetabilische und thierische Stoffe.

8 - 75 .

Knochen, Elfenbein, Hörner, Schildpatt und Klauen, Bartenund Fischbein, Muscheln, Perlen, Perlmutter, Korallen,Eierschalen.

I. Knochen.

Die Knochen der größeren Thiere eignen sich wegen ihrer Festigkeit, Dichtigkeitund Dauer vorzugsweise zu feingeformten Ausschmückungen, kleinen Gerathen u»dplastischen Kunstwerken, und werden deshalb von Drechslern, Kamm-, Knopf-, Bür-stenmachern und anderen Handwerkern, sowie von Bildschnitzern und plastischen Künst-lern in ausgedehntem Maaße verarbeitet. Großbritannien hat auch außer dem sche»oben (S. 406) erwähnten Knochendünger einen starken Verbrauch von Knochen.

Fanntleroy und Söhne, deren wir schon oben bei den Drechslerhölzer».(S. 417) gedachten, sandten einen Elephantenkopf mit Hauern und Backzähnen vo»der Westküste Afrika'S.')

Ostindien sandte den ganzen Kopf einer wilden Kuh (Altbau koev's keaei),Köpfe von Bergschafen, wahrscheinlich vom Himalaya , sogenannte Xizali,kolii, nach ülarco kolo benannt oder Ovis Xmmou der Schriftsteller. ^) Takinkopl(IHns iieaü), drei Singpoo Kuhköpfe ohne Schädel aus Assam ; sehr mannigfaltigeProben von Knochen, Elfenbein, Horn rc. befanden sich bei den daraus gearbeitete»Gegenständen, welche in der XXVIII. Klasse besprochen werden.

II. Zähne und Elfenbein.

Die Zähne stehen zwar in ihrer Substanz den Knochen nähe, sind aber in derRegel dichter, härter und zum Theil weißer, auch dauerhafter, und werden deshalbzu den feineren und kostbareren Arbeiten vorgezogen. Unter dem Namen Elfenbel»(ivoi/, ediir), womit man ursprünglich nur den Elephantenzahn bezeichnete, werde»mehrere Gattungen verwandter Zähne zusammen begriffen; die gebogenen sind düHauer (Eckzähne), die geraden runden sind die unteren Vordcrzähne.

In der Englischen Abtheilung hatte Fanntleroy Afrikanische Elephante>»Hauer aus Camaroon, der Goldküste, Angola und dem Kap; Ostindische von Km-kutta; Nilpferd- oder Hippopotamuszähne, gebogene und grade, welche von unser»»Drechslern auch Seeknhzähne genannt werden; Wallroßzähne, welche wenigehart und zu vielen Arbeiten (z. B. der Zahnärzte) wenig tauglich sind; AfrikanischeElephantenzähne.

Indien sandte Elephantenhauer aus den Tenafferim-Provinzen, Nepal , Ma-dras, Somaliküste, Aden; Flußpferdzähne von der Somaliküste, Aden.

Der Gräfin Grey wurde wegen der von ihr eingesendeten SammlungElephantenzähnen, Schildpatt, Seeschaalen und Perlen von der Insel Ceylon, düehrenvolle Erwähnung zuerkannt.

III. Hörner, Schildpatt, Hufe, Klauen und Zehen.

Die Hörner und Hufe können als von den Knochen der Thiere nach außen f»^gehendd Fortsetzungen angesehen werden; sie bilde», mit den Knochen verglichen, el»ebiegsamere, durchscheinende, von Weiß und Gelbgrau bis in's Schwarze übergehe»^Substanz, welche bei einer den Siedepunkt übersteigenden Temperatur ohne Berlins rnng erweicht, und sich dann nicht nur biegen und Pressen, sondern auch zu größere»