§. 75. Hörner, Schildpatt, Klauen, Fischbein und Barten. 455
Stücken und Platten zusammenschweißen läßt. Sie lassen sich deshalb in den Ge-werben zu den vielfachsten Gegenständen verarbeiten.
Fauntleroy hatte Einhornshörner von der Hudsonsbay ausgestellt.
Indien sandte zwei Büsselhörner (Uukkalo Korns) vom ^rni-Büssel (Los-^rni),aus den Tenafferim Provinzen, aus Madras und aus dem Innern Indiens . Auch dieTürkei und Aegypten hatten Büsselhörner gesendet.
Hirschhörner (Dorr Korns), ans dem Innern Indiens und von Madras ; zwei^Ntilopenhörner (Vielgat Korns von Antilope gicta), aus Moulmein ; Antilopenhör-''kr aus Madras; Rennthier- (eile, Lervus Tsronstus) Geweihe aus Kanada (237)b«N 5 Fuß Breite; ferner Hörner und Geweihe von der Zour (kos skikos) c»vi-Noclgson; kos gourus Ilamilton 8initk); vom srnee (kos skukaloss srna"oügson); vom barsk sinka, einem Hirsch, welchen Hodgson Lervus skucervuss ela-I'bviles), G. Cuvier nach dem berühmten Reisenden Duvaucel Lervus Uuvaucelliigenannt hat; vom sainker, Lervus (russa) kchgelagkus Unvier, aus den Indischenwuseln; vom kaker- oder barking-Hirsch (Uervurus sinuntsaccuss vaginaiis Loääart);Ebenso vom Ganges -Hirsch (-Ixis rnaculata), vom tkar (Uapricornus kukalina 8.),^side aus Indien (Bengalen); vom 8og-cloor, Deutsch Schweinhirsch (^xis gorcinus^>Mmermnnn); vom rassor oder roosk (Ovis kokt ül/tk, dem obigen Xrgali vomHimalaya), sämmtlich aus Indien .
Rhinoceroshörner waren aus Moulmein, aus den Tenafferim-Provinzen, Zan-tsbar und dem Kap gesendet. Es giebt in Afrika verschiedene Arten von Rhinoceros:°>ne von ihnen lebt in den mittleren Gegenden, zwei andere sind nur dem Süden^gen. Einige Afrikanische haben zwei Hörner; ein Doppelhorn des kkinoceros Ukl-^»ns befand sich in der Indischen Sendung; andere haben nur ein Horn. Sie sindb«n den Asiatischen alle ganz verschieden: das Horn ist, wie alles Horn, als Aüs-wuchs einer haarartigen Substanz anzusehen. Der Handel mit Rhinoceroshörnernwird hauptsächlich von der Ostküste Afrika's, von Zanzibar und der Somaliküste nach^smbay betrieben; von hier geht Vieles nach China , wo man daraus Tassen undMancherlei Zierrath macht.
Schiidkrötenschalen (Schildpatt), welche sich in der Verarbeitung dem Horn^"»lich gleich verhalten, waren von der Insel Ceylon und Singapore , auch einMündel Mergni-Schildpatt und Schalen von der Rabenschnabel-Schildkröte von
Sulu-Jnseln eingesandt. Die größten Platten kommen von den gewöhnlich zu^ Molukken gezählten Südwester-Inseln Moa, Babber, Lethi w.
Schalen der Habichtschnabel-Schildkröte (Lkelouia imbricata), welche an allenlüften Trinidads und am Meerbusen von Paria gesunden wird, und sich von allenäderen Spezies durch die — gleich den Ziegeln eines Daches — übereinander lie-genden Platten des Rückenschildes auszeichnet, waren von Trinidad , wo sie einenssusfuhr-Artikel bilden, eingesendet; der Oberschnabel ist sehr gebogen, daherülest Turtle . Die Schalen derselben sind viel dicker und schöner geschloffen, wieki anderen Species. Man trennt sie durch Hitze von den Knochen, schlägt sie breit,glättet sie und verbindet die Spitzen durch Pressung bei verschiedenen Temperatur-8raden. Selbst kleine Stücke und Abfall können nutzbar gemacht werden, indem man»v ^ einer Erhitzung bis zum Siedegrade des Wassers einer starken Pressung indulden unterwirft.
IV. Fischbein und Barten
^fanden sich in ausgezeichneten und mannigfaltigen Proben aus der Ausstellung.
westlichen Theil des Hauptganges neben der Kanadischen Trophäe stand em un-geheurer Unterkiefer eines Wallfisches aus der Südsee. ^) „
H. Ho ran, 7 Sind St. Jslington, Fabrikant, sandte zubereitetes Gronlandl-