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IV. Klasse. Vegetabilische und thierische Stoffe.
wendet. Die Vereinigten Staaten liefern jährlich gegen 8000 Fässer (Keyr-) Speckallein nach dem Hafen von Liverpool.
Th. Emory aus Cincinati hatte neben dem Specköl auch Diamantkerzenmantine Lamlles) aus Speckstearin ausgestellt.
IV. Kn o ch enöl, geläutertes, klar und bis zum Gefrierpunkte flüssig, die 100 Pfd-zu 36 Rthlr., sandte der Oclfabrikant Römer zu Brüht.
V. Stearinsäure (unrichtig Stearin genannt), ein weißes wachsähnlichcsMaterial, wird aus dem Talg durch Verseifung mit Kalk, Zersetzung mit Schwefelsäure und Trennung von der Oelsäure mittelst Pressung gewonnen und bildet einwichtiges Material für die Lichtfabrikation; sie war von England, Deutschland /Belgien, Oesterreich, Rußland und Schweden ausgestellt.
A. Motard und Comp. zu Berlin zeigten vorzügliche Proben Stearinsäuren,aus Talg gezogen, durch Kalk, Schwefelsäure, kalte und warme Presse, den Centnerzu 34 Rthlr.; Fettsäure, aus Talg gezogen, durch Schwefelsäure und Destillation,mit.überhitztem Wafferdampf ohne Pressung, den Ctr. 34 Rthlr., desgl. Fettsäureaus Palmöl zu W Rthlr., nebst den daraus fabrizirten Lichten.
VI. Thran, Fischschmalz und Fischöl wird aus dem Speck und den Einge-weiden verschiedener im Meere lebender Thiere, namentlich der Wallfische, der verschie-denen Robbenarten (Seehunde, Seepferdc und Seeelephanten), Finn-, Braun- undPottfische, des Kablian und der Wallrosse gewonnen.
Der Wallstschfang in der Südsee wird von den Amerikanern in wahrhaft groß-artiger Weise betrieben, und ist dieser Geschäftszweig namentlich für den Osten derVereinigten Staaten zu einer Hauptnahrungsquelle geworden. Deshalb ist an einigenOrten daselbst die gesammte Bevölkerung bei dem Fange interessirt, indem oft nichinur der Kaufmann und der Seemann , sondern auch Handwerker und Lieferanten desSchiffes zugleich Theilnehmer des Geschäfts sind. Durch eine solche Zusammenlegungvon Kapitalien und Kräften hat der Amerikanische Wallfischfang so großen Auf-schwung genommen. Die Versuche, welche man anderwärts in den Vereinigten Staa-ten machte, jenes Geschäft, wenn auch nur in beschränkter Weise, an sich zu ziehe»,sind meistens mißlungen. Nur Rew-Uork nimmt, obwohl in sehr geringem Um-fange, an dem Wallfischfange, welcher gegenwärtig mehr als 600 Amerikanische Schifssbeschäftigen mag, Theil.
In der früheren Zeit, als der Fang an der Brasilianischen Küste und bei Neu-seeland mit vielem Erfolge betrieben wurde, war das Geschäft wohl durchschnittlicham ergiebigsten, indem es meistens in zwei Jähren seine schließlich? Abrechnung fand-Als aber die Thiere, durch übertriebenen und unbesonnenen Eifer der Wallfischfahretnamentlich in der Brutzeit allznhäufig aufgestört, aus den verschiedenen Bayen wegin andere Gegenden zogen, so wurde man nun genöthigt, sie in weiteren Regionen,an der Japanischen Küste und an der Nordwestküste von Amerika aufzusuchen-Hierzu wurden aber größere Schiffe erforderlich, sowie sich auch die Reisen auf drei bisvier Jahre ausdehnten, in Folge dessen eine nicht unbedeutende Beschränkung des Ge-schäfts in den Vereinigten Staaten eintrat, bis es plötzlich vor zwei Jahren einige»Schiffen glückte, in den nördlichen Eisregioneu des Polarmeeres und in der Beh-ringsstraße einen leichten und ergiebigen Fang großer Fische zu machen, welche si^in jener Gegend noch in bedeutender Anzahl befinden sollen. Auch im vorigen Jah^wurde dort mit vielem Erfolge gefischt; doch soll leider das aus der Behringsstraß°dringende Eis dem Fang überaus uachtheilig gewesen sein; eine Anzahl von Schiffsist dort verunglückt.
Für die Vereinigten Staaten erscheint der Wallfischfang in jenen Gewässernerheblichem Interesse, indem der Verbrauch von Fischthran w. im eigenen Lande ssh'-