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IV. Klasse. Vegetabilische und thierische Stoffe.
berei und Druckerei der Manusakturwaaren (Kl. XVIII.) bespreche»werden, so bleibt hier nur noch über die ausgestellten Lackharze zu be-richten.
Orientalische und andere Lacke (Lackharze), nebst den daraus bereiteten Siegel-lacken, zeigten in den verschiedenen Stufen der Verarbeitung:
H. Morrell, 149 Fleet St., Fabr.; E. Rea, 117 Wardour St., Fabr.; letz-terer namentlich Schclllack, Terpentin und Zinnober (Veimillon) zu rothem Lackschwarzes Siegellack aus demselben Harze, mit Lampen- oder Beinschwarz fabrizä»Der Werth des Siegellacks hängt von seinem Hauptbestandtheil, dem Schclllack,
Der Schclllack ist ein röthliches bis dunkel rothbrannes Harz, welches sichden Zweigen mancher Indischen Bäume, besonders aus dem Geschlechte der Feigen-bäume, in Folge des Stichs eines Insekts, des Weibchens von Uoccus laceao, bilde»Die mit Harz überzogenen Zweige werden als Stocklack in den Handel gebrach»Nachdem es von den Zweigen abgelöst, zerstoßen, mit Wasser gerieben und Z>»»Theil von dem färbenden Stoffe befreit ist, bekommt man Körnerlack, und dieses ist-schmolzen, durch Säcke von Kattun oder Hanf gepreßt und auf Wasser oder P>-sangblätter ansgegossen, giebt den Schclllack. Eine Lackfarbe wird in England durchAufguß auf den Bodensatz von Stocklack produzirt und als Orangefarbe gebrauch»In der Indischen Abtheilung war ein Glaskasten, welcher in genauen Abbil-dungen die Stadien der Lacksabrikation darstellte.
Das junge Lack-Insekt, Stangenlack, Körnerlack, Lackfarbe, Tafellack, Siegellackund Zierrathe von Tafellack, von Dr. E. Husfnagle; Stangenlack und noch einsArt von Lack aus Kalkutta ; ein Korb mit Körnerlack aus Bhagnlpore; Tafellackvon der Sorte, welche man lmla, und von der, die man ckairnlr nennt, a»sBeerbhoom; Lack von dem Pagodenbanm (Vicus roliziosa) und von dem Imn oder derIndischen Feige (Vicns inckica) und von der bore oder iUripInis -Insulin; Stangenlackauf Zweigen der Aimosn abstorAens und des Pagodenbanmes aus Malaba ül>»Bombay ; Stangenlack, welches aus Sind, auch von den südlichen Mahratten-Staa-ten und den meisten Theilen des westlichen Indiens in Bombay eingeführt wird, u»>wieder nach China und England ausgeführt zu werden; Gummilack aus Singapore ,rohes Lack aus Ganjam; Stangenlack nnd Körnerlack, sowie ein Haufenvon 10 Pfund aus Bengalen.
') Okk. 6at. IV. Kl. S. 87. Ilnnt's lUmelbooli S. 174.
§. 81 .
Schlußbemerkungen.
Unter die Gegenstände der Aufmerksamkeit für den Landwirth ist'hörten vorzugsweise die vortrefflichen Kvrnarten und anderemereien, welche England, namentlich Schottland , Rußland undAustralien geliefert hatten. In der Englischen Abtheilung war un-zweifelhaft die größte Reichhaltigkeit und Vollständigkeit zu finden;den Druck der Kataloge der Samenhändler Lawson und Soh»/Leeäswen anä nnrser^men t» tlle InKlckanck anck NArieuItural socie»)ok 8eotIanä, zu Edinburg wird eine eigene Druckerei des Herrn LawsvNbeschäftigt. Samen, Halm und Aehre gewährten das anschaulich^Bild der ganzen Pflanze und hier, wie draußen auf dem Felde, um»die Ueberzeugung zu gewinnen, wie weit Großbritannien im Alüfl-