Band 
Erster Theil.
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465
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8. 79. Thierkohle. 8- 80. Lacke. 465

IV. Zibeth (Litwtlwm, civit), eine hellgelbe thierische Absonderung, die manM der in Afrika , Syrien , Arabien, Java u. A. vorkommenden Zibethkatze (Vivorragewinnt, so wie auch

^ Grane Ambra Zrisea, amiwrKris) ans den Eingeweiden des

T^llfischxg (?bvseter macraceylmlus) und anderer Wallfischarten, zu Parfümerien^utzt, waren von Aden, von wo sie gewöhnlich nach Bombay ausgeführt werden,^Rgc>ge. Ambra-Essenz brachten die Parfümerie-Fabrikanten Godfrey und°^ke zu London .

8 - 79 .

Thierkohle.

Die schwarze lohlenhaltige Masse, welche beim Glühen von Knochen und an-animalischen Substanzen in verschlossenen Gefäßen zurückbleibt, Bein-^chtvarz, Knochenschwarz, Kohlenschwarz (^nimal cliarcoat, Franz, i^vir snimali8e,^ollüim), von welchem das Elfenbeinschwarz ein besonders geschätztes Sorti-^dnt bildet, wird besonders zum Entfärben und Reinigen von Flüssigkeiten, nament-lch des Zuckersaftes und der Oele, und zur Bereitung von Schwärzen gebraucht.

trägt thierische Kohle zur Schmelzbarkeit der Metalle bei, und wird jedoch^ Ausnahme der Knochenkohle zum Blntlaugensalz (eisenblausanren Kali s. oben' 2?b) verwendet.

Die Güte der Knochenkohle für Raffinerien und Schwärzefabriken hängt vonReinheit der Knochen ab, und ist um so höher, je vollständiger die Knochen vonFleisch und Sehnentheilen gereinigt wurden. Zu heftige Glühhitze, bei welcherKohle in einen mehr verdichteten Zustand übergeht, sowie zu schwache Hitze, inWelcher nicht Alles verkohlt wird, schaden. Nach dem Glühen werden die verkohlten' »ochx gemahlen,d zwar, als Entfärbungsmittel körnig wie Schießpulver, zurchwärze feiner.

^ Zm zollvereinten Deutschland , insbesondere in der Rheinproviuz, nehmen die""schwarzfabriken bei dem starken Verbrauch der Znckersiedereien Aufschwung.

Joh. Wächter, Znckerfabrikaut aus Tilsit , hatte gekörnte Thierkohle für Zucker-edereie,,, den Centner zu 3 Thlr. 10 Sgr., nnd staubfeine Thierkohle, den Ctr. zuRthlr. lO Sgr. gesandt.

Der Fabrikant Tordenr zu Cainbray brachte verschiedene Sorten Thierlohle,3uckerraffinerie präparirt.

. , 3. F. Pinto Basto aus Portugal zeigte gebrannte Knochen nnd daraus ge-'°"igtes Pulver.

^ , Der Englische Farbenfabrikant D. Cahn aus Finsbnry zeigte vorzüglichesE'nschwarz für Druckerschwärzen.

Verstraeten von Gent hatte Proben von Beinschwarz für den Zweck der' uckerreinignng, und B. Seghers von Gent Proben von Beiuschwarz nnd ge-^untem Elfenbein ausgestellt.

Der Farbenfabrikant P. Schmits von Utrecht zeigte Proben von körniger und^'bförmiger Thierkohle.

. Der Thierkohlcn nnd Kohlenpulver von Raucher zu Sanmnr erwähnten wiroben S. 408.

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Lackharze. s)

. Da wir die Schwärzen bei den Hülfsgewerben der BuchdruckereiXVII.) und die thierischen, wie die Pflanzensarben bei der Fär-I. 30