§. 84. Schlffsmaschinen. 487
III. Phaetons, Viktoriawagen und Droschken aus Großbritannien ,Nordamerika , Belgien , Frankreich , Deutschland und Rußland .
IV. Omnibus, Krankenwagen, Todtenwagen, Schlitten, Draisinen,Karren.
V. Wagenachsen, Federn, Beschläge, Tritte, Modelle und Zeich-nungen.
Äetriebsmaschmen.
I. Dampfmaschinen und deren Anwendung.
K. 84.
Schlffsmaschinen.
In der Klasse der eigentlichen Motoren stehen diejenigen, welcheDampf als bewegende Kraft verwenden, wegen ihrer Bedeutung fürdie gesummte Industrie oben an. Ihrer Bestimmung nach zerfallendie Dampfmaschinen in solche, welche als Betriebsmittel in Fa-briken und Manufakturen dienen — wir bezeichnen sie einfach mit sta-iionairen Maschinen, obgleich auch die sogenannten transportablenDampfmaschinen hierher gehören — ferner in Schiffsmaschinen undLokomotiven.
Wir beginnen hier mit derjenigen Klaffe von Dampfmaschinen, welche auf derAusstellung das meiste Interesse darbietet, nämlich mit den Schlffsmaschinen.
wurden solche von vier Englischen und einer Belgischen Fabrik geliefert, undbieten dieselben mit den gleichzeitig vorhandenen Modelle» das besondere, Interessebar, daß jede Maschine nach einem anderen Systeme erbaut ist, und hierunter diebangbarsten der für größere und kleinere Schiffe gegenwärtig in England benutztenSysteme repräsentirt sind. James Watt und Comp. zu Birmingham , Johndenn und Sohn in Greenwich , Stothert, Slaughter und Comp. zuBristol , Charles Atherton zu Devonport und die Societe John Cockerillla Seraing , sind die Firmen der Aussteller, welche diese Maschinen geliefert haben.
Von James Watt und Comp. in Birmingham , Nachfolger der berühmtenalten Firma „Boulton, Watt und Comp." zu London und Soho Birmingham,lü eine kolossale Maschine von 700 Pferdekraft ausgestellt. Es soll dies die stärkstediaschine sein, welche je für Schiffe gebaut wurde. Aber nicht bloß hierdurch, son-bern auch durch Einfachheit der Konstruktion, durch eine höchst zweckmäßige Anord-aairg im Ganzen sowohl als in den einzelnen Theilen, sowie durch vorzügliche tech-nische Ausführung gehört diese Maschine zu den bemerkenswerthesten der Ausstellung.Das Schiff, für welches sie gebaut wurde, ist ein sogenanntes Schraubenschiff, undslvar ist die Anwendung so getroffen, daß die Welle, welche die Schraube zu tragen^stimmt ist, direkt, d. h. ohne Vermittelung von Zahnrädern, bewegt wird, sowieüberhaupt bei dem Bau von solchen Maschinen das Bestreben dahin geht, der Schrauben-^elle unmittelbar diejenige Geschwindigkeit zu geben, welche die Bewegung derSchraube erfordert. Die ganze Maschine nimmt im Schiff einen Raum von 85 Fuß Länge