Band 
Erster Theil.
Seite
488
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488 Klasse. Betnebsmaschme», Eisenbahngegenstände u. Wagen.

und 17 Fuß Breite ein und hat eine verhältnißmäßig sehr geringe Höhe. indem diesenicht mehr als 7 Fuß über der Bodenfläche des Schiffs beträgt, was den, besondersbei Kriegsschiffen, wichtigen Vortheil gewährt, daß die Maschine noch einigeunter die Wasserlinie kommt, abgesehen davon, daß der Schwerpunkt hierdurch einemöglichst tiese Lage erhält. Die Maschine hat vier horizontale Cylinder von 52 3»^Durchmesser und 3 Fuß Kolbenhub, und liegen dieselben an den vier Ecken des vollder Maschine eingenommenen Raumes. Je zwei gegenüberliegende Cylinder wirke»vermittelst Kulissenführung und zweier Krummzapfen auf die Hauptwclle der Maschine-Zwischen diesen Krnnimzapfcn und in der Mitte der Welle befindet sich ein dritterKrummzapfen, welcher zu jeder Seite eine schiefliegende Kondensatorpnmpe betreibt.Die Kolbenstangen dieser Pumpen sind mit Traversen versehen, wovon die eine »»ihren beiden Enden zwei Speisepumpen bewegt. Außerdem sind noch vier anderePumpen vorhanden, von denen zwei den Niederschlag aus dem Kessel, die ander»zwei das Wasser aus dem Schiffsraum pumpen. Die Steuerung ist die Lei den Lo-komotiven angewendete Stephenson'sche, und wird durch zwei auf der Hauptwclleaufgesteckte exzentrische Scheiben bewegt. An den Gleitstücken der Schiebestange»hängen die Stangen znr Bewegung der Schieber für die gegenüberliegenden Ey-linder. Die für die Maschine bestimmte (aber nicht ausgestellte) Schraube hat eine»Durchmesser von 26 Fuß, und ist auf eine Geschwindigkeit von 65 Umdrehungen peeMinute berechnet.

Bei der vorbeschriebeneu Schiffsmaschine befinden sich von dem nämlichen Etablis-sement zwei Modelle, Leide zwar in ziemlich rohem Zustande gearbeitet, doch aberein hohes Interesse gewährend, ausgestellt. Dieselben wurden im Jahr 1785 vo»Murdoch zu Soho gefertigt, welche damals mit der Firma Boülton, Watt »»dComp. verbunden war. Das eine dieser Modelle zeigt die ursprüngliche Anwendungdes Dampfs zum Zweck der Lokomotiven, und wurde eine solche Maschine auf ei»>»gewöhnlichen Straße in Cornwall in den Jahren 1785 und 1786 versucht. D»szweite ist das Modell einer oscillirenden Maschine, und diente schon in jener frühe»Periode dazu, Watts patentirte Erfindung vom Jahre 1784 zu erläutern.

Die Maschinenbauanstalt von John Penn und Sohn in Greenwich stellteeine Schiffsmaschine nach dem oscillirenden System und eine zweite nach dem soge-nannten Patent-Trunk- (Röhren-) System aus. Dieses Etablissement gehört zu den-jenigen, welches bis jetzt die größte Zahl von Schiffsmaschinen ausgeführt hat, d»allein von oscillirenden Maschinen bis jetzt nicht weniger als 200 aus dieser Werk-stätte hervorgegangen sind. Schon diese große Verbreitung der Pennschen Maschinenicht blos in England, sondern namentlich auch auf vielen Flüssen des Kontinentsläßt sowohl aus die Zweckmäßigkeit des von den Erbauern in Anwendung gebrachte»Systems, als auch auf die Vorzüglichkeit der technischen Ausführung schließen. Dirbeiden zur Ausstellung gelieferten Schiffsmaschinen rechtfertigen die Wahrheit diesesSchlusses, sowie auch eine Betrachtung der von Penn u. A. für zahlreiche Themss'-boote gelieferte Maschinen den Beweis abgiebt, daß die ausgestellten, in jeder Hi»-sicht tadelfrei ausgeführten Maschinen nicht ertra für die Ausstellung gearbeitet sind-

Was zunächst die oscillirende Maschine betrifft, so finden wir zu bemerken u»sveranlaßt, daß die Eigenschaften der Einfachheit hinsichtlich der Konstruktion, desmöglichst kleinen Raumes und der Leichtigkeit, welche überhaupt dem oscillirende»Systeme eigen sind, gerade bei Schiffsmaschinen eine besondere Wichtigkeit erhalte»-Nach Penn's Angabe soll das Gewicht seiner oscillirenden Maschinen nicht mehr »ksl> Centner für die Pferdekraft, einschließlich des im Kessel enthaltenen Wassers, be-tragen. Die ausgestellte Maschine hat eine Kraft von 24 Pferden, und ist in Kon-struktion und Größe mit der Mehrzahl der für die Themseboote gelieferten Maschine^übereinstimmend. An jeder Seite befindet sich ein oscillirender Cylinder, durch desto»hohle Drehungsachse der Dampf znr Maschine gelangt, und dessen Kolbenstange »»^