Band 
Erster Theil.
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490
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490 V- Klasse. Betnebsmaschüien, Eisenbahngegenstände u. Wagen.

von 360 Pferden; — ferner eine Maschine von 500 Pferden, für die Dampffregatte„Sphinr" nach dem oscillirenden Systeme gebaut; — endlich die Maschine einesder Boote, welches unter der Aufschrist „Watermen" die Themse befahren und welcheeine Kraft von 32 Pferden besitzt, dar. Das letztgenannte Modell zeigt sowohl dieKonstruktion des gewöhnlichen, als auch des niit beweglichen Schaufeln versehenenRuderwerks.

Bon der Firma Stothert Slaughter und Comp. zu Bristol ist eine fürein Schraubenschiff bestimmte Maschine, wobei die Schraubenwelle direkt, d. i. ohneRädervermittelung, bewegt wird, ausgestellt. Sie hat zwei ohngefähr im WinkelVon 45" gegeneinander geneigte, oben am Gestelle befestigte und hier durch einTraversstück mit einander verbundene Cylinder. Die beiden Kolbenstangen greifen,mittelst Kuliffenführung und Pläuelstangen, zusammen auf den Krummzapsen einergroßen gußeisernen Scheibe, welche aus die Hauptwelle aufgesetzt ist. Diese Welleträgt an ihrem Ende die Schraube zur Fortbewegung des Schiffs. Dieselbe hat9 Fuß im Durchmesser, ist von Messing, hat 3 Arme — anstatt wie gewöhnlich, nur 3— und ist die einzige aus der Ausstellung, welche in wirklicher Größe ausgeführtist. Die Steuerung ist die bei den Lokomotiven übliche, und find die zur Bewegungder Schieber dienenden beiden Erzentriks auf der Maschinenwelle aufgesetzt. Unterden Cylindern stehen zwei senkrechte Kondensatorpumpen, welche ihre Bewegung nichtdirekt von der Schraubenwelle, sondern durch Vermittelung zweier Zahnräder ein-psangen, wovon das kleinere auf dieser Welle, und das größere auf einer besonderendarüber liegenden Welle aufgesteckt ist. Die Bewegung dieses letzteren Rades wirdmittelst eines Krummzapfens und zweier an denselben angehängten Pläuelstangen,sowie durch die noch weiter nothwendige Hebelverbindung auf die Kondensatorpumpenübertragen. Die Erbauer dieser Maschine sind nämlich bei deren Konstruktion vonder Absicht geleitet gewesen, die Vortheile einer direkt wirkenden schnell arbeitendenMaschine zu erreichen, ohne damit in die mit einer allzuraschen Bewegung der Kon-densations- und Speisepumpen verbundenen Jnkonvenienzen zu gerathen, da dieSchnelligkeit, womit sich die zum Durchgang des Wassers u. s. w. dienenden Klappen,ohne Kraftverlust zu veranlassen, öffnen, eine beschränkte ist. Bei dem vorliegendenKonstruktionssystem ist nun die direkte Uebcrtragung der Kolbenbewegung auf dieSchraubenwelle, verbunden mit einer geringeren Geschwindigkeit des Kondensations-Apparats mittelst einer einfachen Verzahnung und einem Kraftaufwand von angeb-lich nur der ganzen Kraft der Maschine erreicht, während bei andern direkt wir-kenden Schraubcnmaschincn die Geschwindigkeit der Schraubenwelle mit Rücksicht ausden erforderlichen langsameren Gang der Pumpen moderirt werden muß.

Die ausgestellte Maschine hat eine ganze Kraft von 100 Pferden, bei einer Ge-schwindigkeit der Schraubenwelle von 120 Umdrehungen per Minute, während dieKondensator- und anderen Pumpen mit einer Geschwindigkeit von 40 Doppelhübenper Minute arbeiten. Die Dampfcylinder haben 28 Zoll Durchmesser und 22 ZollKolbeu-Hub; die beiden Luftpumpen 22 Zoll Durchmesser und 15 Zoll Hub. DieDampfpressung im Kessel beträgt 10 Pfd.

Charles Atherton zu Devonport lieferte eine Schiffsmaschine von 25 Pftrde-kraft; bei der Konstruktion dieser Maschine ist das Balancier-System auf die Schran-benbewegung angewendet, sowie der weitere Zweck zu erreichen gesucht worden, das-selbe System sowohl auf Schraubenschiffe, als auf Schiffe mit Ruderrädern anzu-wenden. Es sind zwei zusammenwirkende und parallel nebeneinander gestellte Balan-ciermaschinen. Das eine Ende eines jeden Balancier ist mittelst einer PläuelstaNgeunmittelbar an den Kolben eines Dampfcylinders angehängt und der Kolben z»diesem Behuf, ähnlich wie bereits bei der Pennschen Maschine bemerkt, mit einemhohlen durch eine Stopfbüchse hindurchgehenden Rohre verbunden, um die Parallel-führung zu ersparen. Die entgegengesetzten Enden der beiden Balanciers greift»