Band 
Erster Theil.
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503
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8- 86. Dampfmaschinen zum Betrieb von Fabriken n. Manufakturen. 503

betriebene Maschine, nämlich auf die vertikale Kurbelwelle einer sog. Centrifugal-Wafferpumpe überträgt.

In Bezug auf die Art und Weift der Ab- und Zuführung des Dampfes findet

den ausgestellten oseillirenden Maschinen eine Verschiedenheit darin statt, daß die^anipfvertheilung entweder, wie bei allen stehenden Maschinen, vermittelst Schieber-rutile bewerkstelligt wird, oder daß eine solche Vorrichtung überhaupt gar nicht vor-luden, die Dampfvertheilnng vielmehr eine ganz unmittelbare ist, indem der Wechselber zwischen dem festen Theil der Dampfleitung und dem oscillirenden Cylinder vor-handenen Kommunikationsöffnungen durch die Verschiebung der sich berührenden Theilelbst erfolgt. Solche direkte Dampfvertheilung befindet sich an den Maschinen von

Hick, H. Bessemer, John Evans und Sohn, Hawthorn und Comp. und HodgeUnd Batley. Näher auf die mannigfachen Anordnungen einzugehen, welche von ein-i°t»en Ausstellern zu diesem.Zweck getroffen worden sind, kann jedoch hier um soweniger in der Absicht liegen, als solche Beschreibung ohne Zeichnung dach nur man-nhaft und deshalb nutzlos sein würde.

Wenn man die Zahl der aus England eingesandten Dampfmaschinen, welcheu>it feststehenden und mit oscillirenden Cylindern versehen sind, vergleicht, so findetUlan, daß letztere in überwiegender Zahl vorhanden sind. Es scheint hieraus hervor-zugehen, daß osrillirende Maschinen in England überhaupt eine große Verbreitungtzkfnnden haben, und daß man hier die Vornrtheile nicht kennt, welche in Deutsch -land so vielfach gegen dieses System herrsche», und hauptsächlich darin gesucht wer-bkn, daß diese Maschinen wegen der beständigen Reibung in den Zapfen zu häufigbkr Nachhülfe bedürfen. Die große Einfachheit der oscillirenden Maschine, Folgeb« direkten Uebertragung der Kolbenbewegung auf die Maschinenwelle, die Leichtig-bkit, mit welcher sich die Steuerung anordnen läßt, der geringe Raum, den solcheMaschinen einnehmen, sind ebenso viele Vorzüge, welche in zahlreichen Fällen, undwenigstens für kleine Maschine», eine größere Verbreitung derselben auch in Deutsch-land wünschen lassen.

Bei einigen nach dem Rotationsprinzip konstruirten Englischen Maschi-w'n, ausgestellt von Fitz Maurice, I. Morell und John Macintosh, sämmt-lich in London , beschränken wir uns nur auf Anführung der Namen, da dieselbenweder im Gange befindlich find, noch irgend etwas von deren Einrichtung sich er-eilen läßt.

Dagegen bemerken wir einige Worte über folgende im Maschinenlokale betriebene^uglische Maschinen, welche von den gewöhnlich vorkommenden Konstruktionen ab-weichen, und deren Einrichtung uns durch Zeichnungen und Modelle bekannt ge-worden ist.

Die sogenannte Disk-Maschine von Donkin, Bryan und Cömp. in London (Bishopz Patent). Die Einrichtung dieser Maschine ist durch technische Journalebekannt. Sie besteht, ihrer Hauptgestalt nach, aus einem kugelzonensörmigen Ge-müse, in welchem eine auf einer Kugel aufgesteckte kreisrunde Scheibe — der Kol-^ — durch die Wirkung des in angemessener Weise zu- und abgeführten Dampfs^iue gleitende Bewegung erhält. Die Kugel, welche zugleich an beiden Enden desGehäuses den dampfdichten Verschluß desselben bewirkt, ist von einer Achse, senkrechtlur Ebene des Kolbens, durchdrungen, welche an einem Ende die ihm ertheilte Be-wegung auf den Japsen einer Knrbelscheibe überträgt, und somit die rotirende Be-wegung einer Welle vermittelt. Die ausgestellte Maschine besitzt eine Kraft vonb Pferden und betreibt eine, nach demselben Prinzip konstruirte Wafferhebmaschine,welche der Erfinder Disk-Pumpe nennt. Die Disk-Dampfmaschine gewährt jeden-lalls den Vortheil, daß sie einen sehr kleinen Raum einnimmt und eine sehr schnelleMistende Bewegung direkt hervorbdingt, wogegen die Schwierigkeit der Dampfdich-«>ng der allgemeinen Verbreitung dieses Systems unzweifelhaft im Wege stehen