512 V- Klasse. Betnehsniaschmen, Eisenbahngcgenstände u> Wagen.
Strahl auf eine Höhe von 45 Fuß oder auf eine Entfernung von 60 Fuß werfen,und 10 Gallonen Wasser pr. Minute ausgeben.
Eine nach ähnlichem Prinzip konstruirte zweistiefelige Pumpe von ziemlich weite»Stiefeln ist in der Französischen Abtheilung ausgestellt.
Bei der Pariser Gewerbe-Ausstellung von: Jahre 1844 haben bekanntlich die,nach dem Erfinder Letestn benannten Pumpen, wobei der Kolben aus einem hohle»mit Löchern versehenen messingenen Konus, und an der innern Seite sich anlegende»Lederkonus besteht, eine sehr beifällige Aufnahme gefunden. Auch dieses Systel»ist in der Französischen Abtheilung durch den Erfinder selbst in mehreren Eremplarenvertreten, so wie von demselben auch einige nach dem gleichen Prinzip konstruirteFeuerspritzen, deren wir unten noch näher erwähnen werden, ausgestellt worden sind-Eine nähere Beschreibung dieser Pumpen und Spritzen, welche in Frankreich großeVerbreitung gefunden haben, kann hier füglich unterlassen werden, da dieselben durchzahlreiche Abbildungen auch in Deutschland genügend bekannt sind.
Die Anwendung der Centrifugalkraft zum Heben des Wassers ist nicht neu,vielmehr schon seit den ältesten Zeiten bekannt. Eine eigentliche Verbreitung habenjedoch Wafferhebmaschinen, welche auf dieses Prinzip sich gründen, unseres Wissetzn keiner Zeit gefunden, wenn auch zum Oefteren derartige Konstruktionen ersönne»,empfohlen und auch in Ausführung gebracht worden sind.
Die Ausstellung zeigte drei, zwar verschieden konstruirte, doch aber auf das näm-liche Prinzip basirte Maschinen, welche vielfach das Interesse der Besucher erregte»,was um so natürlicher war, als das mit dem Auswerfen ziemlich großer Maße»von Wasser, zum Theil von ansehnlicher Höhe herab, verbundene Geräusch scho»an und für sich etwas Anziehendes für die Menge hatte. Die Aussteller der ,soge-genannten Ccntrifugalpumpen sind Henry Bessemer , I. George Appold,beide in London , und I. L. Gwynne in Newyork.
Ein von James Whitelaw in Schottland ausgestelltes in Blech ausgeführ-tes Modell einer Centrifugalpumpe (dessen zweites Modell eines auf die Anwendungder Centrifugalkraft zum Wasserheben basirten Apparats finden wir einer nähere»Beschreibung nicht werth) mag uns znr Erklärung der allgemeinen Einrichtung dies'»'Maschinen dienen. Das fragliche Modell besteht aus zwei in einem Abstand vo»etwa 1^ Zoll von einander stehenden und in den: Jwischenraum mit gekrümmtenScheidewänden versehenen Scheiben, ganz ähnlich wie bei den Turbinen. Die untereScheibe ist im Centrum mit einer entsprechend großen Ocffnung versehen und diesesRad mit seiner senkrechten Achse in einen Bottich eingesetzt, denke man sich nnmittel-bar über diesem Rad einen Boden eingelegt, welcher jedoch nicht bis an die Wan-dung des Bottichs reicht, sondern am Umfang derselben einen ringförmigen Zwische»-ranm läßt, dessen Flächengehalt etwas geringer ist, als der der Oeffnung in derunteren Radschcibc, denke man sich ferner den Bottich durch einen Wafferzufluß ge-speist, welcher das Rad bis über die obere Scheibe in Wasser eingetaucht erhält, n»dsetze nun die Welle des Rades mittelst einer Räderversetzung und Kurbel in sehr'rasche Bewegung, und zwar in einer Richtung, welche der Richtung der Radschanfei»von: Umfang nach den: Centrum hin entspricht, so wird das in dem Bottich ent-haltene Wasser, vermöge der eintretenden Wirkung der Centrifugalkraft, nach deinUmfang desselben bewegt werden und in dem hier vorhandenen ringförmigen Zwische»-raum bis zn einer entsprechenden Höhe ansteigen, wo es aus einer zn diesem Zweckangebrachten Oeffnung ausfliesten kann. Die Höhe, zn welcher das Wasser ansteigtwird von der Umfangsgeschwindigkeit abhängig sein, welche man dem Rade zu gebe»vermag.
Dies ist im Allgemeinen die Einrichtung und Wirkungsweise der ausgestellte»Centrifugalpumpen, über deren spezielle Einrichtung wir nur kurz noch einige Worteanzuführen haben.