Band 
Erster Theil.
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516
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516 V- Klasse. Betnebsmaschmm, Eisenbahngegenstände u. Wagen.

linder, stehen in der Längenrichtung der Spritze, und haben eine nach außen geneigteLage, wahrscheinlich, um an Kolbenhub zu gewinnen. Die an den schmalen Sel-ten des Wagens plazirten Hebel, welche sich in Charnieren umschlagen lassen. umim Ruhestände der Maschine an den langen Seiten des Kastens anzuliegen, sind vonsolcher Länge, daß die Spritze von 30. ja sogar von 36 Mann soll bedient werdenkönnen. Die Maschine ist zum Ansaugen des Wassers aus entfernter liegenden E'-sternen eingerichtet, und sind derselben zu diesem Zweck sehr weite lederne Saugrohre >nder nöthigen Länge beigegeben, sowie sie überhaupt mit allen nur wünschenswerthe"Requisiten, alS: Läutglvcke, Sprachrohre, Laternen, Feuereimer, lederne Schläuche lNbedeutender Länge, Mundstücke -c. ausgerüstet ist. Ein besonderer vorzuspannenderKarren dient zum Transportiren der auf einer Achse aufzuwindenden Schläuche.

Die Cylinder haben 7 Zoll Durchmesser und den sehr bedeutenden Hub von 16 Zoll-Sie soll in der Minute 240 Gallons Wasser in 1 Zoll dickem Strahl auf eine Hölssvon 180 Fuß, oder auf 200 Fuß Weite auswerfen.

Wenn auch nicht zu den hydraulischen Maschinen gehörig, so schließt sich dochhier ein Ausstellungsgegenstand passend an, welcher gleichen Zweck mit der Feuer-spritze hat, nämlich der von William Henry Phillips in London erfundene undpatentirte sogenannte Feuer-Anihilator. Dieser Apparat befindet sich in eineiurunden Blechgesäße eingeschlossen, welches in den gebräuchlichsten Eremplaren wohl2 Fuß hoch und, bei geringer Verjüngung nach oben, 1 Fuß Weite haben mag-Daffelbe ist mit einem konvexen Deckel verschlossen, in dessen Mitte sich ein, mit einemHolzstöpsel zn schließendes Ansatzrohr, und an dessen Seite sich ein zweites offenesAnsatzrohr befindet. Außerdem ist noch, parallel mit der Achse des Gefäßes, einRohr au der Außenseite sichtbar, welches oben und unten durch Seitenröhren mitdem Innern des Gefäßes kommnnizirt. So erscheint der Apparat von außen. 3"seinem Innern enthält er unten einen doppelten Boden, dessen Zwischenraum mitWasser gefüllt ist, sodann drei in einander gesteckte und an entsprechenden Siestender Seitenwände mit Löchern versehene Blechcylinder, sowie endlich in der Mitteeinen, die Höhe des innersten Cylinders einnehmenden Kohlenkörper von gleichfallscylindrischer Form. Die Masse des letzteren besteht aus einem innigen Gewischtvon feiner Kohle, Salpeter und Gyps, und ist daher nicht nur leicht entzündlich,sondern auch fähig, die Verbrennung im geschlossenen Gefäße fortzusetzen. Zn derMitte der oberen Fläche des Kvhlenkörpers befindet sich eine cylindrische Vertiefung,in welcher ein, mit einem Gemenge von chlorsanrein Kali und Kochsalz, und unmit-telbar darüber ein mit Schwefelsäure gefülltes Gläschen eingesetzt wird. Ein leichte*Druck auf eine, mit einer Wurmfeder verbundene Nadel, welche von der oben er-wähnten mittleren Ansatzröhre aus erreicht werden kann, zerbricht das oberste Gläs-chen und läßt die Schwefelsäure ausffießen, worauf sich das chlorsaure Kali ent-zündet und die Entzündung sich augenblicklich dem Kohlenkörper mittheilt. Die Pro-dukte der Verbrennung sind Stickstoff und Kohlensäure, welche gleichzeitig mit demin Dampf verwandelten und unverdampst herausgeschleuderten Wasser mit aller Hef-tigkeit aus der Seitenöffnung im Deckel ausströmt, und welches Gemenge fähig 'st-jede Flamme, auf welche es geleitet wird, augenblicklich zu löschen.

Es ist nicht zn läugneu, daß dieser Apparat, sowohl hinsichtlich seiner Zusam-mensetzung, als auch von, chemischen Gesichtspunkte aus betrachtet, sinnreich und m>tSachkenntniß erdacht ist. Auch zweifeln wir nicht, nach den Proben, denen wir bei-gewohnt haben, und wobei ein im vollen Brande stehendes, aus Brettern gebautesnnd im Innern mit Brettern angefülltes Gebäude in wenigen Minuten gelöscht war,daß der Feuer-Anihilator, zur rechten Zeit und mit Geschick angewendet, jede nochnicht zu sehr überhand genommene Fenersbrunst in kürzester Zeit zu ersticken ver-mag, wofür auch die von dem Aussteller zahlreich beigebrachten Zeugnisse zu spre-chen scheinen.