Durch thierische Kraft bewegte Motoren. §. 94. 519
Wmdbarkeit dargethan ist, sowie überhaupt auch die vielfachen Versuche,den elektromagnetischen Maschinen eine Stelle unter den Motoren an-Kttveisen, für jetzt noch keine Aussicht zu einem erfolgreichen Resultategegeben haben, so können wir wohl die mannigfachen Ideen, welchevon verschiedenen Ausstellern in dergleichen Modellen dargelegt sind,hier übergehen. —-
Eine bessere Vertretung haben diejenigen Maschinen gesunden,welche thierische Kraft zur Bewegung von Maschinen nutzbar machen,Zwillich durch die sogenannten Pferdegöpel, welche insbesondere in^'r landwirthschaftlichcn Abtheilung zahlreich ausgestellt sind. DiejenigeOperation, bei welcher es den Landwirthen zunächst von Interesse war,äur Beschleunigung der Arbeit und, um sich von Menschenhänden un-abhängiger zu machen, sich der Maschine zu bedienen, ist das Dreschenbks Getraides. Da die Arbeitsplätze für diese Operation der Naturber Sache nach wandelbar sind, so konnten hierzu entweder nur trans-hortirbare Dampfmaschinen, welche wir in Bezug auf diese Benutzungs-Weift bereits oben besprochen haben, oder aber durch thierische Kraftbewegte und ebenfalls transportfähige Maschinen in Anwendung ge-bracht werden, für welchen Zweck der mit Pferden oder auch mit Ochsenbespannte sogenannte Pferdegöpcl jedenfalls die einfachste und wirk-samste Maschine ist. Wenn nun auch solche Maschinen in den meistentechnischen Gewerben, wo mechanische Bctriebskraft nothwendig oderuützlich ist, angewendet werden, so sind doch sämmtliche in der Aus-stellung befindliche Pferdegöpel fast ausschließlich nur mit Rücksicht aufbrren Verwendung in der Landwirthschast ausgestellt, und ihre Ver-
.,,e so berechnet, daß die für das Dreschen des Getraides erfor-derliche Geschwindigkeit rcsultirt.
Die Einrichtung der ausgestellten Göpel ist eine verschiedene; wirWollen sie im Nachstehenden kurz zu beschreiben versuchen.
In einem soliden, die gehörige Standfähigket besitzenden Holzgestelle ist einesenkrechte, oben und unten in Lage und Zapfen laufende eiserne Welle angeordnet.Mit dem oberen Theile derselben sind in der erforderlichen Anzahl, die zum An-spannen der Pferde dienenden Znghebel fest verbunden, während der untere Theil derMeile ein großes, an der untern Fläche mit einem konischen Zahnkranz versehenesBahnrad trägt. Letzteres greift in ein entsprechendes konisches Getriebe ein, dessenhorizontale Welle mit einem Gelenke verbunden ist, vermittelst dessen die Bewegung"ss die zu betreibende Dreschmaschine übertragen wird. Um eine größere Geschwin-sigkeit zu erzielen, haben einige Aussteller noch eine Räderversetzung angeordnet,indem sie auf die horizontale Welle noch ein Zahnrad aufgesetzt haben und dieses in^ns Tretbrad einer unmittelbar daneben liegenden Welle eingreifen lassen, welchessofort die weitere Fortpflanzung der Bewegung bewirkt. Um nun diese Maschine"uch leicht trausportiren zu können, ist meistens ein Fahrgestelle, bestehend aus zwei'i» einem einfachen soliden Balken drehbaren Rädern, der Maschine beigegeben.Maschinen dieser Art haben ausgestellt: Hensmann u. Sohne zu Woburn (Bed-wrdshire), Blyth in Norwich, Garret u. Sohn zu Sarmnndham (Suffolk ),W. Croskill zu Beverley . Aehnlichkeit in der allgemeinen Anordnung hat der von