524 ^ Klasse. Betnebsmaschmen, Eisenbahngegenstände u. Wagen.
läugnen, daß solche vereinigte Hebe- und Wiegemaschinen in vielen Fällen vonNutzen sind, so wie denn auch in England ihr Gebrauch nicht selten sein soll.
Die Aussteller von Wiegkrahnen sind C. L. Enthvven im Haag (Holland )und John James u. Comp, in London . Die von diesen beiden Ausstellernlieferten Maschinen find im Prinzip von einander abweichend und mag jede ihre be-sonderen Vortheile haben, worüber jedoch wohl nur der Gebrauch entscheiden kaun.Die Einrichtung des Krahnen in Bezug auf seine Bestimmung als Hebemaschinebietet weder bei dem einen noch bei dem andern irgend etwas besonders Bemerkens-werthes dar. In Bezug auf den Zweck des Wiegens haben beide Maschinen nurdas mit einander gemein, daß der eine Arm des Waagebalkens, dessen Stütz - oderDrehungspunkt sich an dem festen Theil der vierseitigen Krahnensäule befindet, denganzen übrigen Theil des Krahnens mit der an ihm hängenden Last trägt und daßbeim Gebrauch der andere Hebetarm entsprechend belastet wird, um jener gesammteNLast das Gleichgewicht zu halten. Bei der Enthovenschen Maschine geschieht letzteresdurch Auflegen entsprechender Gewichte aus die an einem Ende des Balkens hängendeWaagschaale, während sich auf das andere Ende des Balkens die Gesammtlast desKrahnen stützt. Bei den Wiegkrahnen von John James dagegen ist das Prinzip deroben beschriebenen mit Laufgewichten versehenen Waagen in Anwendung gebracht.Es ist nämlich eine Schuellwaage, bei welche der lange Arm aus zwei mit ent-sprechender Theilung versehenen Balken besteht, auf deren jedem sich ein Lauferge-wicht verschieben läßt. Das eine ist schwer und zeigt Centner, das andere ist leichterund zeigt Pfunde an. An einer seitwärts angebrachten Stange verschiebt sich dasTarirgewicht. Der Aussteller baut solche Krahnen bis zn 2l> Tonnen Tragkraft,die ausgestellte Maschine selbst wiegt nur 2 Tonnen.
Außer den vorbemerktcn znm gleichzeitigen Heben und Wiegen bestimmtenKrahnen sind noch drei nur für ersteren Zweck dienende Krahnen ausgestellt, nämlichvon Stothert, Rayno und Pitt zu Bath , W. Fairbairn und Sohn znManchester und For, Henderson und Comp. zu Birmingham .
Die erstere dieser Maschinen ist hübsch gearbeitet, geschmackvoll gebaut, bietetaber hinsichtlich ihrer Konstruktion nichts Neues. Bei dem von W. Fairbairnausgestellten Krahnen, welchen derselbe „katent tubular orane" nennt, besteht dieEigenthümlichkeit in der Form und Zusammensetzung des Gestells. Derselbe istnämlich nach dem sogenannten Tnbularsystem konstruirt, d. h. aus zusammengenie-teten Eisenplatten zusammengesetzt, wobei der Querschnitt viereckig ist und die Ketteim hohlen Rohre läuft. Die Form ist die eines Viertelkreises mit verhältnißmäßigunbedeutender Verlängerung zur Bildung des senkrechten Schafts; der Querschnittdes Rohres ist nach oben in entsprechendem Maße abnehmend. Der gerade Schaftverlängert Ich unter die Oberfläche des Bodens und endigt hier in einen weitenCylinder im Mauerwerk, dessen oberer Theil die Fnßplatte bildet. — Es find Ver-suche mit diesen Krahnen angestellt worden, und zwar mit einem Maximalgewichtvon 20 Tonnen, wobei sich nur eine ganz unbedeutende Biegung zu erkennen gab.
Von For, Henderson u. Comp. in Birmingham endlich, den Erbauern desAusstellungsgebäudes, ist derjenige Krähn ausgestellt, welcher znm Transport undzur Versetzung der in seiner Nähe befindlichen schweren Maschinenstücke (Schiffs-maschinen, Britanniapresse, Dampfhammer w.) diente. Dieser schön konstruirte undgleich lobenswerth ausgeführte Krähn hat die besondere Einrichtung, daß er, außerder senkrechten Bewegung der Last und der kreisförmigen um den Drehungszapfender Säule auch noch eine dritte Bewegung, nämlich gegen die Säule zu, gestattet,und zwar ohne daß hierbei diä Höhe der anhängenden Last sich ändert. DieserKrahnen gebietet daher über eine ziemlich große Fläche, so zwar, daß eine Last anjedem beliebigen Punkt derselben aufgenommen oder niedergesetzt werden kann.