8. 101. Lokomotiv- und Wagenräder. 531
!ürd bis ci„f den schmiedcisernen Oberreif lllanünZo), ganz gußeiserne Räder unge-übt worden. In Amerika werden noch hent zn Tage viele gußeiserne Lokomotiv -!>°er gebraucht. Jetzt sind vorzugsweise schmiedciserne Räder, entweder mit guß-^nerner Nabe, oder, wie in.neuester Zeit, mit geschmiedeter Nabe in Anwendung.
'e Ausstellung zeigt nicht nur, an den ausgestellten Lokomotiven, sondern auch ans"Mne „ ausgestellten Rädern verschiedene Konstruktionen, die hinreichend bekannt find.
Achtbaren Verschiedenheiten zeigen sich in der Form der Speichen, in der Ver-^d,,ng derselben mit der Nabe und dem Unterreif; die nicht sichtbaren Verschieden-eren liegen in der Verwendung von besonders zur Fabrikation dieser Räder, ange-sägtem Speicheneiscn und in der Fabrikation der Räder selbst. Die meisten Loko-'°llvräder haben gerade Speichen, radial gestellt und mit Unterrcif und Nabe zn-"Nnnengeschnnedet, so daß alles ein Stück ist. Andere haben Strebcspciche», herge-aus Segmenten mit V sonnigen Eisen; diese Segmente, sind meist in die gnß-. N,x Nabe eingegofsen und mit dem kreisförmig gebildeten Theile an den Unter-., k genietet, wie sie bekanntlich Stephenson anwendet. Ein sehr wichtiger Theil an"en Rädern sind nun die Oberreife oder Bandagen. Da die Abnutzung derselben,^Nlentlich bei den Treib- und gekuppelten Rädern, sehr groß ist, so hat man sichNeuester Zeit viele Mühe gegeben, den Oberrcifen durch besonders gearbeitetes-.^erial mehr Daner zn schaffen. Man hat deshalb auch Stahlbandagen in Vor-/Vag gebracht und auch ausgeführt. Wir glauben nicht, daß hiervon viel An-Endnng gemacht worden ist; wenigstens konnten wir in England nicht viel darüberUahre,,. ^s hat wohl keine Schwierigkeiten Stahlbandagen herzustellen; allein im,?chkn Zustande haben sie keinen Vorzug vor gewalzten Eisenbaudagen und im ge-^Ueten Zustande ist ihre Daner gewiß sehr zweifelhaft und unsicher. Auch die Be-^lgnng per gehärteten Bandagen, ihre Reparatur, hat seine großen Schwierigkeiten,^ dies Alles so wie die Mehrkosten scheinen diese Stahlbandagen nicht empfehlnngs-.^äh gemacht zn haben. Weit sicherer, wie jetzt schon mehrfache Anwendung zeigt,wnnt n,an den Zweck, die Bandagen haltbarer zu machen, dadurch erreicht zndaß man dieselben, aus Schienen (V)-ros) herstellt, die entweder ausen^"' ^isen und Stahl, oder zähem Eisen und einer besondern Art Rohstahl oderbuch aus zähem Eisen und hartem Eisen zusammen gewalzt sind, sogenannte ver-^ Ute Bandagen. Das zähe Eisen giebt der Bandage die Festigkeit und Sicherheitb dem Springen, und die härtere Stahl- oder Eisenlage, welche für die Ab-,^s»ngsstäche bestimmt ist, eine längere Dauer. Mehrere Fabriken Englands, auchFrankreich, Belgien und Oesterreich haben Proben von solchen Tyres ausgelegt,'lch angefertigte Reife hingestellt. Aus den Zollvereinsstaaten, wo doch auch hartel' Stahl-Bandagen angefertigt werden, waren keine Proben gesendet.
... Da die Haltbarkeit und längere Daner der Oberreifen für die Eisenbahn-Wagen-^ br ein eben so wichtiges Erforderniß ist, so werden auch für diese Räder dieselben^»»dagen wie bei den Lokomotivrädern, wenigstens in England in Anwendung ze-ucht. Wir werden weiter unten bei den Schienen auf diese Bandagen znrück-"»en, und die einzelnen Einsender aufführen.
Wagenräder. Von jeher hat die Konstruktion der Wagenräder die^'ßte Mannigfaltigkeit gezeigt und obschon vielfache Erfahrung über Dauer und. .^stffenheit vorliegen, so ist doch noch immer das Bedürfniß vorhanden, diese.j^lgen Bestandtheile des Eisenbahnbetriebs noch mehr zn vervollkommnen, nament-^ "°ch haltbarer und wohlfeiler zu machen. In letzterer Zeit hat die Holz-°ustrnktivn nicht nur in Deutschland , sondern auch in England, in Bezug auf diesegegen die Eisenkonstruktion sich wieder mehr Geltung zn verschaffen gesucht.° Ausstellung zeigt die rohe Konstruktion eiserner und hölzerner Räder.
Bei der Holzkonstruktion sind entweder Speichen- und Felgen, oder blos diebuchen von Holz, sogenannte Speichenräder. Sie haben gußeiserne, auch wohl
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