576 VI. Klaffe. Fabrikmaschinen.
sehen arbeitete mit großer Genauigkeit, und die damit gefertigte Waare gab voll'ständig Zeugniß von der Umsicht und Gewandtheit der dabei beschäftigten Arbeiter.
§. 131 .
Die zollvereinigten Staaten von Deutschland
hatten durch Die Hers in Crefeld unter Nr. 472 eine selbstthätige Seidenspul'Maschine, von ganz zweckmäßiger Konstruktion,
durch die Gebrüder Bonardell in Berlin unter Nr. 53 mehrere Jacquard-Maschinen und eine Kartenschlage-Maschine von der ihnen eigenen Konstruktion l»tüchtiger und zweckmäßiger Ausführung,
durch Winter in Berlin unter Nr. 56 ebenfalls eine Jacquard-Maschine,durch Thomas in Berlin unter Nr. 57 eine Längen-Scheer-Maschine f»»Shawls, in sehr tüchtiger Ausführung und mit mehreren ganz zweckmäßigen Anord-nungen zum Schweren, Strecken und Anfstreichen versehen,
durch Uhlhorn in Grevenbroich unter Nr. 475 eine Auswahl von Streiche»für Wolle, Baumwolle und Werg in beachtenswertster Güte ausgestellt.
§. 132 .
Oesterreich hatte durch Gamba in Mailand unter Nr. 109 eine 800er Jacquard-Maschine nach Wiener Konstruktion geliefert.
Toskana hatte sich betheiligt durch Cuyeve in Florenz unter Nr. 59, welcheein Sortiment von gut gearbeiteten Niethblättern für Seidenweberei eingesaüdlhatte.
8 - 133 .
hatte ganz tüchtige Arbeiten eingesandt, welche, wenn auch nicht zahlreich, vollständigdie Leistungen im Maschinenbau bestätigten.
Die Societe du Phönir in Gent hatte unter Nr. 134 eine baumwollenReinigungs-Maschine mit horizontaler Welle ausgestellt, auf welcher Schläger vo»verschiedenen Längen dergestalt befestigt waren, daß sie ihre Bewegung in einsNkonischen, mit Gegenarme versehenen Gehäuse vollbringen konnten; außerdem elNVorspinnmaschine mit Regulator und 48 Spindeln. Statt der zur Berichtigung de»Umlaufsgeschwindigkeit gebräuchlichen Riemenkegel, auf welchen wegen ihrer gegrMseitig zu nähen Lage der Nebertragungsriemen seine Pflicht nicht immer erfüllen kaMdsind hier aus vielen gezahnten Rädern zusammengesetzte Kegel angebracht, dere»Zähne stets im Eingriff blieben, und nur dann ihre Einwirkung auf die Bewegru'Sausüben, wenn durch einen Knppelungszahn eine Verbindung mit der Welle, woramsie todtlaufen, erfolgt.
Die Leistungen dieser Gesellschaft sind in vielen Kreisen bekannt, und die hi^erwähnten Maschinen bestätigten und rechtfertigten vollkommen den guten Ruf.
Das von Gondeau in Alost unter Nr. 135 ausgestellte Spinnrad für Flachsbot nichts Besonderes dar, eben so wenig läßt sich von der von Vanderni >»Brüffel unter Nr. 126 ausgestellten Jacquard-Maschine viel erwarten. Derselbe»sollen keine Karten, sondern Gewebe vorgelegt werden, auf welche die Muster »»dicker, die Oeffnungen verdeckender Farbe aufgetragen war. Es wird vorausgesetztdaß die Nadeln durch die aufgetragene Oelsarbe zurückgeführt, durch die Oeffnunge»
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