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VI. Klasse. Fabrikmaschinen.
von denen das. dem Papiere zugekehrte, sobald kein Loch in demselben, aufklapptund in seiner Lage verbleibt, wenn dieser Fall eintritt. Abgesehen von der doch nichtzu vermeidenden Beschädigung des Papiers, ist die Zusammensetzung der Nadeln,wenn auch sinnreich, doch zu komplizirt, um lange Dauer zu versprechen.
Bertholet in Croyes hatte unter Nr. 422 und Jacquin in Arras unterNr. 546 mehrere Rundwebestühle von hoher Vollkommenheit ausgestellt. Diese, wirschon in der Englischen Ausstellung bemerkt wurde, auf die Anfertigung von elasti-scher, theils glatter, theils figurirter Waaren, sehr werthvollen Stuhle verrichtetendie Arbeit in ausgezeichneter Weise. Während die beiden vom Ersteren ausgestelltenStühle mit denjenigen ans England übereinstimmten, da sie von demselben Werfer-tiger (Manlove und Alliot in London ) nach den Angaben von Bertholet ausgeführtwaren, unterschied sich der des Jacquin sehr wesentlich dadurch, daß hier unterhabder Nadeln eine Eisenbahn zur Führung der Platinen angeordnet, und es damit er-möglicht wurde, auch ungezwirnte wollene, baumwollene und seidene Faden zu ver-arbeiten. Die theils aus einfarbigen, theils aus mehrfarbigen Faden erzeugte»Muster konnten mit diesen Stühlen durch Auswechselung von Patronenrädern »utLeichtigkeit gewechselt werden.
Von Lacrois und Sohn in Rouen war unter Nr. 283 eine ihrer Walzen-walken, deren Erfinder sie sind, ausgestellt. Wenn anch dieselbe in ihrer Ausführungkeine Abweichungen von bekannten Einrichtungen nachwies, so zeigte sie doch einezweckmäßige, wohldurchdachte Konstruktion.
Ebenso hatten Schneider und Legrand in Sedan unter Nr. 1001 eine g»igearbeitete Breit-Scheermaschine für Tuche ausgestellt.
Jacquet in Arras hatte unter Nr. 545 eine Maschine zur Anfertigung rw»Weberlitzen ausgestellt. Dieselbe unterschied sich sehr wesentlich von derJudkinsschr»in der Englischen Abtheilung, indem sie die Garne nicht zusammenflocht und dasAuge offen ließ, sondern jene im gezwirnten Zustande an den Litzenstäben festknüpfte,in der Mitte aber, zur Bildung der Augen, nur eine Verschlingung machte, durchwelche beim Gebrauch die durchgeleiteten Kettfäden gehoben oder niedergezogen wer-den. Wenngleich so gemachte Weberlitzen sehr gerühmt wurden, und die Maschineselbst sehr sinnreich konstruirt war, so wollte man doch Schwierigkeiten beim Durch-passiren der Kettfäden, und ganz besonders dann, wenn ein Kettfaden bricht, ermit-teln. Hierüber dürfte die Erfahrung erst belehren.
Auch Dovey iu Havre hatte unter Nr. 823 eine Maschine zu gleichem Zweckgeliefert, die aber jener nachstand.
Foucher in Paris hatte unter Nr. 837 eine kleine Maschine zur Anfertigungvon Ucberschühen aus Bändern ausgestellt. Die Bänder werden ohne Ende übereinen, der Form angepaßten Bügel mit Zacken und Haken geleitet, und stellten dirKette vor. Da die Haken durch einen Tritt nach oben und unten gewechselt undsomit Fach gebildet werden konnte, so wurde es ermöglicht, mit einer Filetnadel, aufwelche die zum Einschlag dienenden Bänder aufgewickelt waren, den Eintrag r»machen, und mit derselben auch festznschlagen. Die angeblich sehr beliebten Schuhe wer-den besohlt, und für den Gebrauch hergestellt, und die Fabrikation derselben in aus-gedehnter Weise in den, an der Spanischen Grenze liegenden Gebirgsdorsern in wrüverbreiteter Weise betrieben.
Papavoine und Chatel in Rouen hatten unter Nr. 339 eine ihrer bekann-ten Banbstreichen-Maschinen, nebst einer umfangreichen Sammlung von Streiche»in Leder und in Leder vertretenden Materialien für verschiedene Zwecke, ausgestellt-Ebenso die Gebrüder Meroude in Rouen unter Nr. 645 und die GebrüderScrive in Lille unter Nr. 1005. Namentlich bekundeten die ausgestellten Streiche»der Letzteren in reicher Auswahl für verschiedene Zwecke vortreffliche Arbeit ausguten« Material.