Band 
Erster Theil.
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586
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586 VI. Klasse. Fabrikmaschinen.

ersterer Beziehung ist an die immer gesteigerten Aufgaben zu erinnern,welche vor allen Industriezweigen die Baumwoll-Industrie der aussäherenden Mechanik stellte, und zugleich an die bekannte Thatsache, daßfremder Erfindungsgeist sich der in England früher zu einer höherenEntwickelung gelangten mechanischen Hülfsmittel bedienen mußte, n>nseine Ideen zur Ausführung zu bringen (der Buchdrucker König ausEislebcn konnte nur unter Benutzung Englischer Hülfsmaschinen MAnfange dieses Jahrhunderts seine Buchdruckmaschine in's Leben rufen)-In letzterer Beziehung ist nicht zu verkennen, daß die HauptbedingungeNder immer weiter gehenden Vervollkommnung der Werkzeugmaschinen indem großen Bcdarfe genau konstruirtcr und billig gebauter Industrie-maschinen, und in dein Umstände zu finden sind, daß die mehr fabrik-mäßige Herstellung von feststehenden Dampfmaschinen, Lokomotiven undSchiffsdampfmaschinen erst die Möglichkeit gewährte, zugleich aber auchunbedingt forderte, die Bearbeitung vieler einzelner Theile auf mecha-nischem Wege herzustellen.

Während die erste Periode der Entwickelung des Werkzeugmaschi-ncnbaues die Aufgabe zu lösen hatte, die Hauptmaschinenformen derDrehbänke, Bohr- und Hobelmaschinen, Scheeren, Durchstöße, Pressen, >Hämmer, Walzen rc. herzustellen, nach denen eine mechanische Form-gebung des Metalls theils durch Abtrennung einzelner Theile bei dre-hender oder geradlinig wiederkehrender Bewegung der einwirkenden Me-chanismen, theils durch Veränderung der Lage der einzelnen Theile indem zu bearbeitenden Stücke gegeneinander erfolgen kann, hat sich inneuerer Zeit der Erfindungsgeist, dem praktischen Bedürfnisse folgend,namentlich darauf gerichtet, theils den ökonomischen Betrieb dieser Werk-zeugmaschinen durch Entfernung von Zwischenmechanismen mit möglichstausgedehnter Anwendung direkter Dampfwirkung, durch möglichste Stei-gerung der Geschwindigkeit, sowie durch Vermeidung oder Abkürzungder für den todten Gang erforderlichen Zeit zu verbessern, theils durchimmer weiter gehende Anwendung des Prinzips der Theilung der Ar-beit, welche durch Einschränkung des Wirkungskreises einzelner Etablis-sements auf den Bau gleicher oder doch wenigstens ähnlicher Maschinenwesentlich unterstützt wird, die Hauptmaschinenformen gerade für düBearbeitung einzelner häufiger vorkommenden Theile, oder von gleich-gestalteten Flächen an diesen Theilen geschickter zu machen, so daß sEunter die Hauptarten eine immer größere Anzahl von Spezien grup-piren, das für eine Maschinenbauanstalt erforderliche Hülfsmaterimimmer größer und größer, und die Lage der mit geringerem Kapital-aufwands ausgerüsteten Anstalten in Konkurrenz mit den größeren immerschwieriger wird.

Es würde von dem größten Interesse gewesen sein, hätte man auden in der Weltausstellung vorgeführten Hülfsmaschinen ersehen können, ^in welchem Maaße die hier vorzugsweise zu berücksichtigenden Länder,