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VI. Klasse. Fabrikmaschincn.
L. Maschinen und Vorrichtungen ?ur Bearbeitung von Hol?,Leder und Papier.
§. 155 .
Holzbearbeitungsmaschinen.
Die Ausbildung der mechanischen Mittel zur Bearbeitung des Me-talles hat eine Rückwirkung auf die Vervollkommnung der Vorrich-tungen zur Bearbeitung des Holzes ausgeübt, und namentlich ist esneben der Säge und dem Stemm- und Stechzeuge, der Hobel , die Dreh-bank und die Fräse, welche in mannigfacher Art zur Konstruktion vonHolzbearbeitungsmaschinen verwendet worden sind. Die zuerst in Ame-rika angewendete Maschine mit kreisförmig bewegten Hobeleisen, siesich zunächst zum Bearbeiten der Oberstächen gesägter Bretter eignete,wurde durch Veränderung der Form, in welcher die arbeitende Schneid-kante ausgeführt wird, durch eine mehr oder minder ausgebildete Ueber-führung dieser Hobelscheiben zu Frässcheiben, sowie durch Veränderungder Bewegung derselben zur Bearbeitung der verschiedenartigsten For-men geeignet gemacht, die gradlinige Führung derselben gegen das ZUbearbeitende Stück wurde verlassen, die Frässcheibe, oder in einzelnenFällen eine dieselbe ersetzende Kreissäge, in spiralförmigen Gängen »Mdie Konturen des zu bearbeitenden Holzstückes geführt, und so einMittel gewonnen, Formen der verschiedensten Art nach einem bestimmtenund der Führungsbewegung zu Grunde liegenden Modelle zu erzeugen!das Stemmeisen wurde nach Art der Stoßmaschinen für Metallbear-beitung in einer Zapfenstoßmaschine mechanisch bewegt, die Kreissägezu einem ebenso für schnelle als genaue Arbeit unentbehrlichen Hülfs-mittel größerer Holzbearbeitungswerkstätten ausgebildet, BohrvorrichtuN-gen für einzelne Zwecke ausgeführt und der Drehbank, wie z. B. in deMRingdrehen der in Deutschland zu eineni vollständig organisirten Fabri-kationszweige ausgebildeten Holzspielwaarenfabrikation die größte För-derung der Arbeiten abgewonnen, welche sie zu geben im Stande ist'In der Anwendung mechanischer Mittel zur Holzbearbeitung, namentlichdurch eine vielseitige Anwendung des Prinzipes der Frässcheiben undKreissägen, nimmt Amerika eine der ersten Stellen ein, es war diesauf der Ausstellung weniger durch ausgestellte Hülfsmaschinen, die nurin sehr geringer Anzahl vorhanden waren, als an einer großen Anzahlder ausgestellten Holzarbeiten ersichtlich, welche dem aufinerksameUBeobachter die Spuren dieser Bearbeitung zeigten; nächstdem habeUsich sowohl in Amerika als in England die Vorrichtungen zur fabrik-mäßigen Herstellung der Holztheile für Thüren und ähnliche Gegen-stände zu einer großen Vollkommenheit ausgebildet, unterstützt durch die