610 VI. Klaffe. Fabnkmaschinen.
gegeben werden; bei der letzteren ist eine durch einen Fußtritt in Thätigkeit zu setzetsinnreiche Einrichtung zum Wenden des Stemmeisens um 180 Grad angebracht.
Die von Sautreuil Söhne aus Föcamp (Leine Interieure) ausgestellte,Frankreich patentirte Hobelmaschine ist nach dem Amerikanischen, mit der vorher e^wähnten moutctinA msctnne übereinstimmenden Prinzipe konstruirt; sie kann, je ""chder Beschaffenheit der eingesetzten Messer ebene oder mannigfach anders gefor"'Flächen herstellen; die Geschwindigkeit der Mefferwelle beträgt 1000 Umdrehungender Minute, sie kann bei einem Durchgänge des Holzes bis zu 3 Centimeter Tie"das Holz ausarbeiten und die Länge des gearbeiteten Stückes beträgt 2 Meter in ^Minute. ' Zu einem vollständigen Satz dieser Maschinen für Bautischler«, mit welche'Bretter für die Fußböden, alle Parteiarbeiten, Karnieße, Simswerk und ähnlichebetten hergestellt werden können, gehören außer der ausgestellten Maschine,3S00 Fr. kostet und 1^ Pferdekraft zur Bewegung verlangt, noch zwei Maschine"'welche speziell zur Herstellung von Ruthen und Federn an den längeren Seiten de"Bretter bestimmt sind.
Die von John Birch (Edward Street, Regent Park) im Modell ausgestelltHobelmaschine beruht zwar auf demselben, bereits im Jahre 1837 von PartoN Z"*Herstellung von Fenstersproffen angewendeten Prinzipe, erscheint aber insofern wese""lich vervollkommnet, als sie bei Herstellung von Fenstersproffen und Holzstäben Z"ähnlicher Verwendung beide Seiten zugleich bearbeitet, und aus einem aufgegebene"Brette sogleich bis zu 7 solcher Stäbe herstellt. Sie hat zu dem Ende zwei Mejff*'scheiden, von denen die eine oberhalb, die andere unterhalb die aufgegebenen und NffDruckwalzen zugeführten Bretter bearbeitet, die Trennung der nach dieser Bearbe"tung noch mit einander verbundenen Stäbe erfolgt auf der Maschine selbst mittenKreissägen, welche an den erforderlichen Stellen die Durchschnitte machen.
Abweichend von dem vorher geschilderten Prinzipe waren die Hobelmaschinen """W. Thomson (Shotts Foundry, Edinburg ) und von Jos. P. WoodsburyBoston, Massachusetts ), bei denen feststehende Hobeleisen angewendet waren und d<^zu bearbeitende Brett gegen dieselben eine Längenbewegung erhielt. Die erste,kleiner ausgeführte Maschine zeigte in der Konstruktion noch manche Einrichtungwelche eine weniger sichere Wirkung erwarten ließ; bei ihr bearbeiteten die Hobeleiff"die untere Fläche des durchgeschobenen Brettes. Die zweite Maschine war für 34 3^breite Bretter eingerichtet und hatte 8 hintereinander stehende, über die ganze Brett*des Brettes reichende Hobeleisen, unter denen das Brett mit 80 bis 90 Fuß Geschi"^digkeit in der Minute hinbewegt wurde. Ueber die Größe der Bewegkraft, welche b"letzterer Maschine sehr bedeutend sein mußte, fehlen weitere Angaben, auch liegt d>*Befürchtung nicht fern, daß bei einer so großen Anzahl von Schneidkanten, dieso große Länge haben, öfter Störungen eintreten mögen.
Die von Coneille Wynants (Schärbeck, Brabant) ausgestellte Belgff^Maschine zur Herstellung erhabener Skulpturarbeiten auf Holz und Stein glich ""Prinzip einer Metallhobelmaschine mit sich bewegendem Stahle. Der zu bearbeite^den Holzplatte gegenüber ist oberhalb eine Platte angebracht, an welcher nach unt*"gekehrt die Mater für die zu erzeugenden Reliefverzierungen befestigt wird, zwisch^beiden befindet sich der in nebeneinander liegenden Längenzügen bewegte Schneidstab'welcher die Tiefe, bis zu welcher er eindringen soll, durch die oberhalb befindlichMater angewiesen erhält. Eine Maschine dieser Art kostet 1600 Fr. und einschließlichder erforderlichen Wechselstücke 1800 Fr.
Das von John Maidlow in der Englischen Abtheilung endlich ausgeste^Modell einer Hobelbank zeigte die charakteristische Einrichtung, daß die Bord*zange ihre Parallelbewegnng durch zwei, im Innern der Bank mit einander verbndene Schraubenspindeln erhielt; nur auf eine dieser Spindeln wurde in gewöhnlich*Art die Bewegung übertragen.