612 VI. Klasse. Fabn'kmaschmen.
wähnt wurden. Der Gegenstand selbst ist seit längerer Zeit wegen seiner außerordent-lichen Wichtigkeit für die vielen Anwendungen des Holzes und besonders bei dem je^fast ausschließlich angewendeten System des Oberbaues der Eisenbahnen mit großerAusführlichkeit in den technischen Journalen behandelt worden, so daß es umweniger erforderlich ist, hier ausführlicher auf die Sache einzugehen, als eine größereAnzahl Deutscher Eisenbahnen sich bereits mit den Vorrichtungen zur Jmprägnirungder zu verwendenden Holzschwellen mit Kupfer- und Zinkvitrioliösung, nachdem dieErfahrung sich zu Gunsten dieses Verfahrens ausgesprochen hat, versehen haben,andere im Begriffe sind, die ferner zu verwendenden Schwellen durch dieses Verfahrenzu schützen. In Bezug auf die Ausführung des Verfahrens befolgt man verschiedeneMethoden der Austreibung der Lust aus den zu imprägnirenden Schwellen, und unterdiesen scheint eine in neuerer Zeit von Büttner in Dresden angegebene und paten-tirte sich durch Einfachheit und Zweckmäßigkeit auszuzeichnen. Außer den in Klaffe H-von Charles Henry Newton (Plough-Brücke, Rothcrhithe, Surrey) ausgestell-ten Proben von Holz, das durch Anwendung heißer Luftströme getrocknet war, dernach dem Peacockschen Prozeß behandelten Proben, und den von John Bethell(8 Parliament Street, Westminster) nach seinem Patentverfahren vom Jahre 1638mit Kreosot behandelten Hölzern, unter denen sich längere Zeit auf der NortherN-und Eastern-, London - und North-Western-Eisenbahn benutzte Schwellen und Hölzer,die vier Jahre in See gewesen waren, befanden, waren von I. A. Boucherie(4 Rue Mondovi, Paris ) Proben der nach seinem Verfahren getränkten Hölzer, diebereits längere Zeit in der Erde gelegen hatten, neben den sehr zerstörten eben sblange dem Einflüsse des Erdbodens ausgesetzt gewesenen nicht imprägnirten Hölzern,nebst einem kleinen Apparate zur Ausführung seines Verfahrens vorhanden.
Ransomes und May von Jpswich hatten einen, theils unter ihren Namen,theils unter H. B. Burt aufgeführten Apparat im Modell ausgestellt, welcher zurJmprägnirung mit Kreosot bestimmt war. Er war in der bekannten Art niit einemgroßer eisernen Kessel, an dessen Ende eine Eisenbahn stößt, und der mit Lust- undDruckpumpe, Behälter für die Jmprägnirungsflüssigkeit und Dampfheizung versehenwar, hergestellt.
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Maschinen zur Bearbeitung von Leder.
Hier sind außer dem von Th. Newcombe aus Norfolk ausgestellten Modelleiner Maschine zum Pressen des gegerbten Leders, um seine Dichtigkeit zu vermehren,bei welcher die über die Unterwalze liegende Oberwalze durch einen eigenthümlicheingerichteten Hebelapparat niedergedrückt wird, die Vorrichtungen zur Verfertigungvon Schuhwerk zu erwähnen, welche von Dumerey (45 Rne des Petites Ecuries,Paris ) ausgestellt waren. Aus den gleichzeitig ausgestellten Schuhen, welche instAnwendung mechanischer Hülfsmittel gefertigt waren, und bei denen zur Verbindungdes Leders, namentlich an der Sohle, Schrauben statt der zeither angewendeten Be-festigungsmittel benutzt waren, ließ sich nur ein Vortheilhaftes Urtheil über den Fa-brikationsprozeß fällen; es zeigte sich nicht nur an durchschnittenen Stellen eine sehrfeste Verbindung des Leders durch die verwendeten Schrauben, sondern auch ein Ver-hindern der Trennung trotz weit vorgeschrittener Abnutzung, was wesentlich als eineFolge der vor dem Zusammenschrauben stattfindenden starken Zusammenpreffung desLeders zu betrachten ist. Insofern scheint durch die von Dumerey erfundenen Ma-schinen das Problem der mechanischen Schnhfabrikation, an welchem sich schon be-deutende Kräfte versucht haben, um ein Wesentliches weiter geführt zu sein; ob esdurch diese Vorrichtungen als gänzlich gelöst betrachtet werden kann, läßt sich leider