§8> 156 u. 157. Maschinen znr Bearbeitung von Leder, Papier rc. 613
aus der Ausstellung nicht beurtheiln, da von den überhaupt erforderlichen Maschinen"icht alle ausgestellt waren. Das Etablissement von Lesebure und Dumery(Rue de Paradis-Poissonniere Nr. 14, Paris ), in welchem die von dem Letzteren^fundenen Vorrichtungen benutzt werden, soll sich eines bedeutenden Aufschwungeserfreuen, einen jährlichen Umsatz von mehr als einer halben Million Franken habenUnd einen Theil seiner Fabrikate in England absetzen.
K. 157.
Maschinen zur Fabrikation und Verarbeitung von Papier,Metalltücher, Siegel- und Stempelpreffen, Paginirungs-
maschinen.
War auch in Bezug auf Papierfabrikationsmaschinen nicht gerade eine neueZurichtung ausgestellt, so gewährte es doch ein großes Interesse, die um die Aus-übung dieses Fabrikationszweiges so verdienten Namen G. H. Fourdrinier (Han-°d) und Bryan Donkin und Conrp. (Bermondsey ) vertreten zu sehen; Beidehätten Modelle eingeschickt, und zwar Fourdrinier das Modell der Papierfabri-ätionsmaschine in dem Stande der Ausbildung, wie sie im Jahre 1806 sich inHinem Etablissement befand, Donkin ein Modell der Maschine, wie sie gegenwärtig^°u ihm ausgeführt wird. Als charakteristisch an diesem Modell erschien der dop-hüte Knotensänger, von denen der eine so wie gewöhnlich wirkt, indem durch seinehorizontalen Oeffnungen die Papiermaffe von oben nach unten sich bewegt, der andereZugegen in umgekehrter Stellung sich befindet, und die Masse von unten nach obenAndurchtreten läßt; ferner die znr Begrenzung der Breite des zu erzeugenden Papieres^stimmten Riemenleitungen in der Art, wie sie gestellt wurden; es geschieht dies^uilich durch halb rechts und halb links geschnittene und mit einander verbundene^chraubenspindeln, welche durch die auf eine von ihnen übertragene Drehung gleich-^Üig den rechts und den links gelegenen Riemen um eine gleiche Größe nach außen. o innen bewegen; es werden daher auch die Papiere mittelst dieses Mechanismusfkdesnial in der Mitte der Maschine gefertigt, was in einzelnen Fällen bei etwaigenSekten Stellen auf der einen Seite des Metalltuches als weniger zweckmäßig er-scheinen kann. Donkin's Verdienste wurden durch Zugewährung.der großen Ber-ünstmedaille anerkannt.
Mit einer im großen Maßstabe und recht tüchtig ausgeführten Papierfabrikations-'äschine mar Frankreich durch die für die Mechanik dieser Branche in neuerer ZeitWohlbekannte Werkstatt von Varalle, Middleton und Elwell in Paris ver-ölen, welche einen eben solchen doppelten Knotensänger, wie er vorher beschriebenUrde und aus dieser Werkstatt hervorgegangen sein soll, übrigens aber besonderePenthürnlichkeit nicht zeigte. Es wäre erwünscht gewesen, neben diesen Einrichtun-und dem besonders von Henry Watson aus Newcastle upon Tyne ausgestell-ausgezeichnet gearbeiteten Knotenfänger die zu gleichem Zwecke bestimmte Ver-achtung von Mannhardt in München , welche sich eines sehr günstigen Urtheiles^freut, ausgestellt zu sehen.
Bon einzelnen, für Maschinen dieser Branche dienenden Vorrichtungen verdientder von Deutschland nach England übergeführte Zeugregulator skulx-meter),"uf den Charles Cowan ein Patent hat, und der von Aler. Cowan u. Söhne
^ Upper Thames Street) in einem, übrigens nicht ganz richtig ausgeführtenrll ausgestellt war, Erwähnung. Dieser Regulator hat zum Zweck, die immer gleiche'üe des zu erzeugenden Papiers dadurch zu sichern, daß ein Schöpsgefäß, dessen"Mngsraum und Bewegungsgeschwindigkeit nach Erfordern verändert werden kann,
Mo-