Band 
Erster Theil.
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tzo2 VII. Klasse. Bürgerliche Baukunst.

zei, aus den Güterschuppen abgefahren oder in denselben hineingefahren, sondern dieRangirung und resp. Theilung der Züge geschieht auf besonderen Geleisen, die nebenden Güterschuppen liegen, wo man dann die Wagen für alle Richtungen leicht saw-meln und vertheilen kann, ohne dergleichen Manipulationen am Ladeperron vorzu-nehmen. Znr möglichsten Erleichterung der Verladungen sind in den mehrsten Gü-terschuppen Krahne verschiedener Konstruktion angebracht. Zur Ermittelung des Ge-wichts sind häufig große Brückenwaagen zmn Wiegen ganzer beladener Wagen vor-handen.

Die Einrichtung der Lokomotiv -Gebäude, Wagenschuppen, Wafferstationen, bie-tet im Allgemeinen nicht besonders Bemerkenswerthes dar.

Die Reparatur-Werkstätten haben oft einen großen Umfang. In den Lokoino-tiv-Reparatur-Räumen find gewöhnlich große über den ganzen Raum reichende, aufden Mauern aus Eisenbahnen bewegliche Winderüstnngen angebracht, deren Trägetin neuerer Zeit aus Blech gebildet werden, aus diesen bewegen sich querüber dieWinden, so daß man auf jedem Punkte des ganzen Raumes große Lasten he-ben kann.

Eine vorzugsweise zweckmäßige und sehenswerthe Einrichtung hat der Bahnhrssder Great-Northern-Bahn in London .

§. 176.

Gegenstände des Wasserbaues.

Nicht minder glänzend vertreten als der Landbau, ist auch der Wasserbau. Zwarhat man nicht ganze Bauwerke in natnra vorführen können, indeß find die ausge-stellten Modelle und Musterstücke oder einzelne Theile der ausgeführten Bauwerkevon solcher Vollendung, daß sie die Höhe der Kunst und Wissenschaft auf das Schönstedokumentiren. Zu den interessantesten Gegenständen gehört unstreitig das Modell derBritanniabrücke über den Mecresarm, genannt Ueoni-Ztrsit, von Zaines Jobez-Der Plan zum Ban dieser Brücke, so wie der Conwaybrncke, beide auf der Eisen-bahn zwischen Ehester und Holhhead, ist von dem genialen Robert Stephenson in Folge der Forderung der Englischen Admiralität: „eine vollkommen freie Fahrtvon 450 Fuß Länge und 105 Fuß Höhe über den höchsten Wasserstand herzustellen"bearbeitet, und mit Hülfe des rühmlichst bekannten Ingenieurs William Fair-bairn ') zur Ausführung gebracht.

Stephenson kam auf die Idee, eine viereckige Röhre aus schmicdeiserncn Plattenzusammengenietet, von solchen Dimensionen zu bauen, daß die Eisenbahnzügc durchihr Inneres durchzuführen im Stande sind. Diese steife Rohre sollte nach Stephe»-son's Ansicht in Ketten aufgehängt werden. Ingenieur W. Fairbairn , der über dieAusführbarkeit dieser Idee befragt wurde, fand in der projektirten Anwendung dernnbiegsamen Röhre und der beweglichen Kette zwei sich entgegen arbeitendePrinzipien, die sich einander aufreiben und endlich zerstören würden.

Im Auftrage der Eisenbahn-Direktion stellte Fairbairn Versuche an, über dieTragfähigkeit der schmiedeisernen Röhren, deren sehr befriedigende Resultate auchR. Stephenson dahin brachten, von der Anwendung der Ketten abzustehen. Ueberdiese und andere Versuche, die im Auftrage des Gouvernements über die Trag-fähigkeit von schmied- und gußeisernen Brnckenkonstruktioncn angestellt wurden, erschienim Jahre 1849 zu London bei William Clowes und Sohn für die Mitglieder desParlaments folgendes Werk: „kcport ok tke Lowissioners gppointeä to mquirointg tke Application ok iron to liailwa)- 8truütures," 2 Bände in Folio, ein