Band 
Erster Theil.
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651
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§. 175. Güter-Stationen. 651

E^Welligung eines großartigen und lebhaften Güterverkehrs in den mehrsten»allen als unentbehrlich erachtet werden.

Unter allen Umständen wird aber eine zweckmäßige und tüchtige Konstruktion

unerläßlich sein.

Da die sämmtlichen Englischen Bahnen doppclgelciflg sind. so hat man beiSilage der nothwendigen möglichst beschränkten Zahl der Weichen in den mehrstenFällen die Einrichtung so treffen können, daß die Weichenschenkel und die Spitzen^ Herzstücke nicht gegen die Richtung des ankommenden Zuges gerichtet sind. Nur'u außergewöhnlichen Fällen werden diese Weichen zur Uebersiihrung langsam fäh-kender Züge und Maschinen aus einem Geleise in das andere benutzt und werdenuur zu diesem Behuf geschlossen. Ausnahmen von dieser Regel treten allerdingsMufig da ein, wo verschiedene Bahnen zusammentreffen, allein auch dort werdenNur Hineinfahren die geschlossenen Weichen mit sehr gemäßigter Geschwindigkeit be-tahren. In den Fällen nun, wo alle Züge aus einer Weiche hinausfahren, ist dieUnwendung der selbstthätigen Weichen völlig invtivirt, indem selbst eine durch Män-lUl in der Reinhaltung unvollkommen gestellte oder nicht geöffnete Weiche für den^fahrenden Zug nicht schädlich sein würde, während ein außergewöhnlich nothwen-P werdendes Schließen der Weiche jedenfalls die Anwesenheit des Weichenstellers'wthwendig macht. Aber auch nur an solchen Punkten sind selbstthätige Weichenu>it feststehenden Gewichten zulässig.

Was die auf der Industrie-Ausstellung befindlichen Bahiihofsgegenstände betrifft,wurde unter den von 3. Dobson zu Ncwcastle am Tyne ausgestellten Dachmo-^Üen namentlich das Dach der Newcastler Eisenbahnstation von der Jury derehrenvollen Erwähnung würdig erachtet: die ganze sehr großartige Bahnhallc derNewcastler Centralstation liegt in einer Kurve und ist mit drei Bogendächcrn über-^ckt. Die Konstruktion unterscheidet sich dadurch von der gewöhnlichen, daß dieSparren in Bogensorm aus breiten gewalzten Platten dargestellt wurden, welcheund unten mit Winkeleisen verstärkt sind; die Höhe dieser Platten beträgt nach^ügefährer Schätzung etwa 9 Zoll. Die Spannung der einzelnen Hallen beträgt"^he zu 60 Fuß; Spannbolzen, die nur in der Mitte mit senkrechten Stäben an dieSparren angehängt sind, verbinden das Ganze. Die obern, etwa 18 Fuß breitensWsähe sind zierlich von Schmiedeisen konstruirt und ganz mit Glas eingedeckt.Irber den, die eisernen Säulen verbindenden Bogen befindet sich eine TäfelungHolz.

i) Referent nimmt keinen Anstand die Ansicht auszusprechen, daß zu einem^°ßen NM der vorkommenden Beschädigungen an Achsen und Rädern, namentlich^ Achsbrüchen der Grund beim Dnrchfahren der zahlreichen Weichen auf den Deut-schen Bahnhöfen gelegt wird, denn wenn es keinem Zweifel unterliegen kann, daß.w Mehrzahl der Achsbrüche Folge der Torsionswirkungen sind, so wird auch nicht^ Abrede gestellt werden können, daß die Wirkungen nirgend so nachtheilig hervor-^eten, als in den Weichen und kleinen Kurven auf den Bahnhöfen, wo außerdemdie Stöße in den Herzstücken und die zerstörenden Wirkungen der Radlenker

ÜNzutreten.

K. 175.

Güter-Stationen.

Die Einrichtung der Güt-rstationen ist sehr verschieden. Man bedient sich m^s°". wie schon gedacht, ganz besonders häufig der Drehscheiben, um Verbindungen"»ch allen Richtungen herzustellen. 3u der Regel werden die Züge nicht im Gau -